Schlagwort-Archiv: Grevenbroich

Kronprinzepaar 2026: Laurent Müllender und Jane Buttler

Laurent Müllender und Jane Buttler sind neues Kronprinzenpaar des BSV Grevenbroich

Sie hatten sich spontan fürs Königsspiel beworben – und sind wahrlich erfahrene Royals: Der Bürgerschützenverein Grevenbroich-Stadtmitte hat mit Laurent Müllender und Jane Buttler ein neues Kronprinzenpaar welches BSV im Schützenjahr 2026/27 repräsentieren wird.

Dabei war lange Zeit völlig offen, wer überhaupt um die Kronprinzenwürde antreten würde. Erst kurzfristig entschloss sich Laurent Müllender, seinen Hut in den Ring zu werfen. Beim Königsspiel entwickelte sich anschließend ein spannendes Duell mit Walter Appel, bevor schließlich der 17. Schuss den Holzvogel um genau 20.06 Uhr von der Stange holte und die Entscheidung zugunsten von Laurent fiel. Der Jubel auf dem Schützenplatz kannte danach keine Grenzen mehr.

Mit Laurent Müllender übernimmt ein überzeugter Brauchtumsmensch die Kronprinzenwürde. Der gebürtige Belgier lebt seit vielen Jahren in Grevenbroich, ist Mitglied im BSV Grevenbroich und in der heimischen Vereinslandschaft bestens bekannt. An seiner Seite: Kronprinzessin Jane Buttler. Die beiden dürften vielen Brauchtumsfreunden in Grevenbroich gut bekannt sein, denn von 2022 bis 2024 haben sie schon im benachbarten Stadtteil Laach regiert. Und damit nicht genug: Laurent Müllender 2024/25 war auch noch als Prinz Teil des Dreigestirns im Orkener Karneval.

Für Laurent und Jane steht vor allem die Freude am Brauchtum im Mittelpunkt. Mit ihrer offenen Art, ihrer Verbundenheit zu den Menschen in Grevenbroich und ihrer Erfahrung freuen sie sich auf die kommenden Aufgaben und viele gemeinsame Begegnungen im Schützenjahr.

Zu den ersten Gratulanten des Kronprinzenpaars zählte das amtierende Grevenbroicher Königspaar, nämlich Wolfgang Brocker und Meggi Leicht. „Für euch beginnt nun eine besondere Zeit voller unvergesslicher Momente“, sagte der amtierende Schützenkönig Brocker in Richtung der künftigen Regenten, die am Schützenfest-Dienstag gekrönt werden. Eine Besonderheit: Das Kronprinzenpaar wird von zwei Zuggemeinschaften unterstützt, und zwar vom Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ und von den „Schloßstadtmädels“, denen auch die Prinzessin angehört.

In seiner ersten Ansprache wandte sich der frisch ermittelte Kronprinz direkt an die Schützen. „Ich verspreche euch, ich werde mein Bestes geben. Uns ist viel daran gelegen, mit euch eine schöne Zeit zu haben“, sagte er und sprach auch für seine Prinzessin.

Kräftig gefeiert wurde am Samstagabend im BSV-Biergarten auf dem Schützenplatz an der Graf-Kessel-Straße auch der neue Jungschützenkönig: Es ist Marcel Eßer vom Jägerzug „Fidele Jonge“, der sich zum dritten Mal in Folge im Schießwettbewerb durchsetzen konnte und auf seinen Zugkameraden Maximilian Tong folgt. Eßer ist auch Jungschützenkönig in Neurath. Zuvor wurden die Pfänderschützen ausgezeichnet: Den Kopf errang Leon Buse aus dem Jägerzug „Fidele Jonge“ mit dem 21. Schuss, den linken Flügel schoss Jonas Clever vom Grenadierzug „Erftgrafen“ mit dem 35. Schuss, den rechten Flügel gewann Dominik Kuhlen vom Grenadierzug „Schlossstätter“ mit dem 41. Schuss und den Schweif holte Axel Holzhausen vom Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ mit dem 29. Schuss.

Eine weitere Besonderheit: Nachdem der neue BSV-Vize Daniel Tockhorn in seiner ersten Rede dem amtierenden Königspaar (Wolfgang Brocker und Meggi Leicht) im Namen des gesamten Regiments ein großes Dankeschön für dessen bisherigen Einsatz ausgesprochen hatte, präsentierte er eine nagelneue Adjutantenkette. Die Ex-Majestäten Dominik Wegener und Rüdiger Schlott hatten sie beim „BSV-Designer“ Jan Wosnitza entwerfen lassen. Gestiftet wurde die neue Kette von Wegener. Die bisherige, aber etwas in die Jahre gekommene Kette, soll nun als geschichtsträchtiges Stück Einzug ins BSV-Archiv halten.

Mit Material von ngz-online.de / Christian Kandzorra | Foto: Jutta Wosnitza

Jahreshauptversammlung: Grünes Licht für Fackelhalle

Die Brauchtumsfreunde stimmten nach einigem Ringen dafür: Der BSV 1849 Grevenbroich soll die Fackelbau-Halle in Noithausen für mehrere Jahre anmieten. Das soll helfen, die Leuchtkunst-Tradition zu wahren. Verbunden ist das aber mit einer kräftigen Beitragserhöhung.

Die Mitglieder des BSV Grevenbroich haben bei einer mehr als dreistündigen Versammlung am Freitag, dem 6. Februar dicke Bretter gesägt: Nach langer Debatte konnten sie sich im Rittersaal des Alten Schlosses zu wegweisenden Entscheidungen durchringen. Die wichtigste Nachricht: Die große Mehrheit der 155 stimmberechtigten Mitglieder votierte dafür, dass der BSV einen Fünf-Jahres-Vertrag zur Miete der Fackelbau-Halle an der Ringstraße in Noithausen abschließen soll, um den beliebten Fackelzug am Schützenfest-Samstag auch in den kommenden Jahren zu sichern.

Weiterhin kamen die Brauchtumsfreunde überein, dass die dadurch entstehenden Mehrkosten von aufgerundet 24.000 Euro jährlich nur gedeckt werden können, wenn die Mitgliedsbeiträge erhöht werden. Aktive Schützen, die 27 Jahre oder älter sind, sollen künftig 50 Prozent mehr zahlen – also 150 statt bisher 100 Euro pro Jahr. Auch das ist seit Freitagabend beschlossene Sache.

Ganz geräuschlos gingen diese Entscheidungen aber nicht über die Bühne. Einige Schützen brachten ihre Skepsis gegenüber der Hallen-Anmietung zum Ausdruck. Manche wiesen darauf hin, dass die Halle im Winter praktisch ungenutzt bliebe. Andere wollten wissen, ob die aufgerundeten 2000 Euro Miete pro Monat (Nebenkosten inklusive) gegenfinanziert werden können – zum Beispiel durch eine Untervermietung der Halle an Wohnmobilbesitzer oder andere Vereine. Aus Reihen der Brauchtumsfreunde wurde sogar angeregt, den Dienstagabend beim Schützenfest abzuschaffen, um die Kosten wieder reinzuholen.

Auch mit der Erhöhung des Mitgliedsbeitrags zeigten sich längst nicht alle einverstanden: Viele hätten sich eine Anpassung um „nur“ 35 Prozent gewünscht, eine Minderheit wäre gern beim bisherigen Jahresbeitrag von 100 Euro geblieben. Die letzte Erhöhung hatte es vor sechs Jahren gegeben.

Anmietung wohl einmalige Gelegenheit für den Fackelbau

Dass mancher Tagesordnungspunkt bei der Versammlung für Gesprächsstoff sorgen würde, hatte man schon im Vorfeld erwartet. Zur Halle erklärte der am selben Abend im Amt bestätigte BSV-Präsident Detlef Bley, dass es die einzige Location dieser Größe sei, auf die der Verein aktuell Zugriff habe. Sie biete auf rund 270 Quadratmetern Platz zum Bau von insgesamt sieben Großfackeln. „Aber das gibt es nicht zum Nulltarif“, sagte Bley. Er warb gemeinsam mit dem ebenfalls wiedergewählten BSV-Schatzmeister Michael Fräßdorf für die Anmietung der Halle und berichtete von guten Gesprächen mit dem Vermieter.

Die Halle in Noithausen ist einigen Fackelbauern bereits bekannt. Denn die Stadt, die aktuell noch Mieterin des Objekts ist, gestattet es den Schützen, zumindest einen großen Teil zu nutzen. Sie soll aber deutlich signalisiert haben, dass es Zeit für einen Mieter-Wechsel wird: Die Stadt will aussteigen. Von den meisten Schützen, insbesondere dem Team um den Fackelbaubeauftragten Willy Helfenstein, wurde die Gelegenheit zur Miete als vielleicht einmalige Chance erkannt. Präsident Bley betonte, dass man sich in den vergangenen Monaten intensiv umgehört habe, bezahlbare Hallen in der Größe aber rar seien – vor allem in Innenstadt-Nähe.

Vorstand bevorzugt vorerst Miete statt Kauf

Auf die Frage, ob nicht auch ein Neubau eine Option sein könnte, sagte Bley, dass er das momentan für unrealistisch hält. Eine Miete sei auch deshalb sinnvoll, weil man den Fackelbau erst einmal „auf feste Füße“ stellen müsse. Eine Umfrage unter den Schützen hatte jüngst zwar gezeigt, dass fast alle den Fackelzug am Samstagabend als wesentlichen Teil des Schützenfestes schätzen und wahren wollen. Gemessen an der Mitgliederzahl des BSV ist die Bereitschaft, sich im Fackelbau einzubringen, allerdings eher gering. Immerhin: Sieben „frische“ Züge sollen Interesse daran bekundet haben, in den Fackelbau einzusteigen. Letztlich will der BSV-Vorstand abwarten, wie sich die Tradition in den kommenden Jahren entwickelt. Deshalb vorerst die Miete für ein paar Jahre.

Schatzmeister Fräßdorf sprach diesbezüglich von einem „geringen Risiko“. Gleichwohl dämpfte er Erwartungen, nach denen die Mietkosten leicht gegenfinanziert werden könnten: Die Halle werde das ganze Jahr über gebraucht, auch als Lager für Material und bereits fertige Fackeln, so der Tenor. Der BSV möchte sich nämlich von einem Unterstand in Laach trennen, weil dort die Bedingungen für den Fackelbau eher ungünstig sind. Auch muss der Verein laut Bley jederzeit damit rechnen, ein anderes Lager an der Rheydter Straße kurzfristig auflösen zu müssen. Pro Kopf soll die Halle Mehrkosten von etwa 35 Euro pro Jahr verursachen, wie Bley sagte.

Neue Beiträge auch für junge Schützen und passive Mitglieder

Theoretisch wären die Mietkosten also mit einem Jahresbeitrag von 135 Euro zu stemmen gewesen, die Mehrheit der Schützen wollte aber – auch mit Blick auf explodierende Musikkosten – noch etwas Luft nach oben haben und keinesfalls die eiserne Finanzreserve des BSV aufs Spiel setzen. Gemäß Votum steigen die Beiträge im Einzelnen wie folgt: Aktive Schützen, die 27 Jahre oder älter sind, sollen nun 150 statt 100 Euro zahlen. Bei Unter-27-Jährigen steigt der Beitrag von bisher 60 auf 80 Euro. Gleiches gilt für Passiven Vereinsmitglieder. Die Preise verstehen sich inklusive Eintrittsbändchen. Bei den Edelkindern bleibt der Beitrag unverändert bei zehn Euro.

Der BSV Stadtmitte hatte im Vorfeld der Jahreshauptversammlung Daten aus anderen Vereinen im Stadtgebiet erhoben. Demnach gibt es viele, die inzwischen von aktiven Mitgliedern Beiträge zwischen 120 und 150 Euro nehmen, manche gehen bis 155 Euro. Ein einzelner Verein ruft (mit großem Abstand zu allen anderen) gar einen Jahresbeitrag von 200 Euro auf.

Gastschützen ohne Anmeldung werden nicht geduldet

Eine weitere Zahl: Bei der Versammlung haben die Schützen mehrheitlich dafür gestimmt, dass der BSV künftig eine Schnuppermitgliedschaft für den Fest-Samstag und den -Sonntag zum Preis von 20 Euro anbieten soll. Der Hintergrund: Immer wieder erschleichen sich nicht angemeldete Gastschützen (teilweise komplette Züge) den Zutritt ins Zelt oder marschieren ohne Versicherungsschutz mit. Im vergangenen Jahr hatte es Bley zufolge Ärger am Rande des Fackelzugs gegeben, weil nicht angemeldete und angeheiterte Gastschützen nahe der Polizeiwache eine Hecke in Brand setzten. Der BSV will hier ab diesem Jahr klare Kante zeigen: Es soll verstärkte Kontrollen geben, auch im Zelt. Wer ohne Bändchen erwischt wird, fliegt raus.

Quelle: Christian Kandzorra / ngz-online.de | Foto: Jutta Wosnitza

BSV Grevenbroich trauert um Laddy Birbaum

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Hans „Laddy“ Birbaum, Schützenkönig 1988/89, bekannt.

Hans Birbaum wurde in Grevenbroich geboren und wuchs zusammen mit drei Schwestern auf. Nach der Schulzeit arbeitete er bei Maschinenfabrik Buckau & Wolf, war aber danach lange Jahre als Hausmeister bei der Kreisverwaltung tätig. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Grevenbroich-Stadtmitte war er lange Jahre aktives Mitglied.

Seine große Liebe galt dem Fußball. Beim TuS Grevenbroich erlernte er in der Jugend das Fußballspielen, engagierte sich später auch neben dem Rasen als Trainer und Obmann und war unumstrittene Platzwart-Legende des Vereins.

Schützenkönigspaar 1988/89: Hans IV. und Erika Birbaum

Schützenkönigspaar 1988/89: Hans IV. und Erika Birbaum

Im Jahr 1957 heiratete er seine Erika, sie und die gesamte Familie verband eine große Leidenschaft für das Schützenwesen. Im Jahr 1954 trat „Laddy“ Birbaum der „Gesellschaft Wasserfreunde“ bei, wechselte dann zum Jägerzug „St. Florian“ bevor er beim Jägerzug „Erftjonge“ seine Schützenheimat fand.

Zum 40-jährigen Jubiläum des Zuges trat Hans Birbaum an und holte den Vogel mit dem dritten Schuss von der Stange und wurde nach Gerd Peters (1977) die zweite Majestät der Erftjonge. Er war über die Grenzen des BSV eine geachtete Persönlichkeit und bis heute der letzte „Stadtschützenkönig“.

Für seine Verdienste rund um den Verein und insbesondere für seinen unermüdlichen Einsatz rund um das Schützenbiwak wurde „Laddy“ im Jahr 2018 mit dem Oberstorden ausgezeichnet.

Hans „Laddy“ Birbaum verstarb am 18. Dezember 2025 und folgt damit seiner im Jahr 2012 verstorbenen Frau Erika. Mit ihm verlieren der Bürgerschützenverein Grevenbroich und der Königskreis des BSV Grevenbroich eine von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege bereichert hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Wolfgang Brocker und Meggi Leicht sind das neue BSV-Kronprinzenpaar

Als kräftige Salutschüsse aus der Kanone des Bürgerschützenvereins donnerten, machte die frohe Kunde in der Stadtmitte rasch die Runde: Auch im 176. Jahr seines Bestehens geht der BSV mit einem neuen Kronprinzenpaar an den Start. Mit dem 22. Schuss hat der 52-jährige Wolfgang Brocker vom Jägerzug „Waldeslust“ das hölzerne Federvieh beim Königsvogelschuss am Samstagabend von der Stange geholt. Im Schießwettbewerb konnte er sich gegen seine Zugkameraden Dominik Wegener und Frank Neuhaus durchsetzen.

Schützenkönigspaar 2024/25: Julian I. Flintz und Leonie Wilms

Julian Flintz und Leonie Wilms regieren jetzt die Stadtmitte

Mit dem Krönungsball endete das Jubiläumsfest des BSV Grevenbroich am Dienstagabend. Mit Julian Flintz und Leonie Wilms wurde das jüngste Schützenkönigspaar der Vereinsgeschichte inthronisiert.

Voll besetzt war das Zelt, als mit dem Krönungsball das Jubiläumsfest zum 175-jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins ein würdiges Ende fand. Eingerahmt von Adjutanten und Hofdamen nahmen das scheidende Königspaar Rüdiger und Stefanie Schlott sowie deren Nachfolger Julian Flintz und Leonie Wilms die Gratulationen und stehenden Ovationen der Schützen entgegen.

Königin Stefanie trug ein apfelgrünes Kleid und hochgestecktes Haar, als Präsident Detlef Bley sie und König Rüdiger Schlott hochleben ließ: „Im Jubiläumsjahr seid ihr als würdige Repräsentanten des BSV überall mit offenen Armen empfangen worden“, resümierte Bley. Als besondere Belohnung erhielt Schlott vom Präsidenten eine rot-weiße Schärpe mit der Aufschrift „König im Ruhestand“.

Souverän verabschiedete sich der scheidende Regent vom Regiment, dankte für die herzliche Aufnahme und ganz besonders seiner Königin Stefanie, die als „kölsches Mädchen“ einen super Job gemacht habe. „Maat et joot“, wünschte Rüdiger Schlott dem neuen Königspaar – und genehmigte sich im Anschluss mit seinem Adjutanten Thomas Oberbach ein kühles Bier aus dem Stängchen.

Unten den Augen des Königszuges „Sankt Sebastian“ und ihrer Familien wurden Julian Flintz und Leonie Wilms gekrönt, das bislang jüngste Königspaar in der Geschichte des Bürgerschützenvereins. Der neue Regent gelobte dem Regiment die Treue – und Königin Leonie ließ mit lauter Stimme den König hochleben. Dem folgte der tosende Applaus der Schützen – und die Band „Novesia Live“ spielte passend „Oh, wie ist das schön“.

Julian Flintz wurde 1999 in Grevenbroich geboren. Beim Unternehmen Fockenrath erlernte er den Beruf des Anlagenmechanikers. Schon als erster Jung-König des BSV hatte er seine Pflichten vorbildlich erfüllt. In seiner Freizeit widmet sich König Julian dem Tambourkorps Orken, mit dem er zahlreiche Schützenfeste in der Umgebung besucht.

Leonie Wilms wurde 1999 in Gelsenkirchen geboren und ist begeistert vom Schützenwesen. Auf der Bühne trug sie ein glitzerndes taupefarbenes Kleid und nahm mit König Julian die Ovationen von Regiment und Gästen entgegen. Stellvertretend für Klaus Krützen, der als amtierender Neurather Schützenkönig zu Gast war, richtete Vizebürgermeister Peter Cremerius im Namen von Rat und Verwaltung wohlwollende Worte an die neuen Repräsentanten des Bürgerschützenvereins: „Rüdigers Fußstapfen sind groß. Gehe Deinen eigenen Weg“, forderte Cremerius den jungen Schützenkönig auf.

Text: Ursula Wolf-Reisdorfngz-online.de | Foto: J. Wosnitza

Vorstand und Vertreter der Stadt bei der Mitgliederversammlung im Bernardussaal.

Schützen votieren für Verlegung des Kirmesplatzes

Das Flutgrabenquartier zwischen dem Platz der Republik und der Spielspinne kann wie geplant umgestaltet und aufgewertet werden. Die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Grevenbroich stimmten am Donnerstag Abend für die Verlagerung des Kirmesplatzes und ebneten damit den Weg für eine nachhaltige Quartiersentwicklung.

In den kommenden Jahren sollen im Flutgrabenviertel zentral gelegene Bildungsstätten, ufernahe Freizeiteinrichtungen und moderne Wohnungen entstehen. Diese Zukunftspläne wurden im Rahmen von Bürgerworkshops entwickelt und können nur mit einer Verlagerung des Schützenfestes auf die Flächen des ehemaligen Baubetriebshofs am Flutgraben realisiert werden. Bürgermeister Klaus Krützen hatte bereits 2023 betont, dass dieses Projekt nur mit der Zustimmung des BSV umgesetzt werden kann.

„Gemeinsam mit Vertretern des Bürgerschützenvereins haben wir in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, die notwendigen Details und Informationen zusammenzutragen, damit die Vereinsmitglieder eine fundierte Entscheidung treffen können. Die Zustimmung des BSV ist ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Flutgrabenquartiers“, so Krützen.

Etwa 120 BSV-Mitglieder haben am Donnerstag Abend im Bernardussaal bei nur neun Gegenstimmen für die Verlagerung des Fest- und Kirmesplatzes vom Platz der Republik auf das ehemalige Gelände des Bauhofs gestimmt. Zuvor standen Bürgermeister Krützen, Planungsdezernent Florian Herpel und weitere Verwaltungsmitarbeiter den Vereinsmitgliedern Rede und Antwort zum Projekt.

BSV-Präsident Detlef Bley bedankte sich anschließend bei den Schützen sowie den Vertretern der Stadt für die gemeinsame Beschlussfassung und die konstruktive Mitarbeit. Nun kann ein politischer Beschluss für das sogenannte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Flutgrabenquartier herbeigeführt werden, sodass die Stadt im kommenden Herbst einen entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung einreichen kann.

Quelle: RP-Online.de

Nachruf Karin Schillings

BSV Grevenbroich trauert um Karin Schillings

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Karin Schillings, Schützenkönigin 1990/91, bekannt.

Schützenkönigspaar 1990/91: Toni II. und Karin Schillings

Schützenkönigspaar 1990/91: Toni II. und Karin Schillings

Karin Schillings, geborene Radloff, gehörte dem BSV über ihren Mann Toni im Jägerzug „Frohsinn“ an. Sie wurde 1942 in Stettin geboren und kam in Folge der Kriegswirren nach Grevenbroich-Neurath, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann heimisch wurde.

Gemeinsam mit ihrem Mann war sie 1981 Adjutantin von Karin Ross und hatte so schon Erfahrung, was das höchste Amt des BSV mit sich bringt, bevor sie zehn Jahre später selbst an der Seite ihres Mannes Toni zur Schützenkönigin wurde. Im Jahr 1990/91 feierten die beiden den Höhepunkt ihrer Schützenlaufbahn und repräsentierten als S.M. Toni II. und Karin Schillings den Bürgerschützenverein über seine Grenzen hinaus.

Mit Karin Schillings verlieren der BSV Grevenbroich, der Königskreis 1966 e.V. und der Königinnenkreis eine von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit. Unser Mitgliefühl gilt den Angehörigen. Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf Karl Sieben

BSV Grevenbroich trauert um Karl Sieben

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Karl Sieben, Schützenkönig 1976/77, bekannt.

Karl Sieben wurde am 10.10.1936 geboren und war ein waschechtes Grevenbroicher Urgestein. Karl Sieben war ein Schütze durch und durch. Als Buchdruckermeister gestaltete und druckte er viele Jahre lang die Plakate für das Grevenbroicher Schützenfest.

Im Mai des Jahres 1954 war er Mitbegründer des Jägerzuges „St. Sebastian“ und somit fast 70 Jahre Mitglied des Vereins. Schnell wurde er zum Fahnenoffizier und avancierte beim Schützenfest 1973 zum Adjutanten des Grenadiermajors. Bereits im Jahr darauf wurde auf dem Oberstehrenabend zum neuen Grenadiermajor gewählt und behielt dieses verantwortungsvolle Amt 21 Jahre lang bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1994 inne. Höhepunkt seiner Amtszeit als Stabsoffizier war aber sicherlich die Vertretung als Regimentskommandeur, als sein Oberst Willi Schäfer das Amt des Schützenkönigs innehatte.

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Ein Amt, welches ihm nicht unbekannt war – hatte er dieses gemeinsam mit seiner Frau Dietlinde „Linda“ im Königsjahr 1976/77 bereits bekleidet, welches zweifellos den Höhepunkt ihrer Schützenlaufbahn als S.M. Karl I. und Linda Sieben darstellte. Gemeinsam repräsentierten sie unseren Verein auch weit über seine Grenzen hinaus.

Karl Sieben verstarb am 7. März 2024 und folgt damit seiner im Dezember vergangenen Jahres verstorbenen Frau Linda. Mit ihm verlieren der Bürgerschützenverein Grevenbroich und der Königskreis des BSV Grevenbroich eine von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege maßgeblich mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf Linda Sieben

BSV Grevenbroich trauert um Linda Sieben

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Linda Sieben, Schützenkönigin 1977/78, bekannt.

Dietlinde „Linda“ Sieben wurde am 16. Januar 1945 geboren und war ein waschechtes Grevenbroicher Urgestein.

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Gemeinsam mit ihrem Mann war sie Mitglied im Jägerzug „St. Sebastian“. Darüber hinaus war sie als Empfangsdame der damaligen Kreissparkasse Grevenbroich weithin bekannt und als Frau des Grenadiermajors Karl Sieben auch stets im Schützenfest-Geschehen präsent.

Mit mit ihrem Mann feierten sie im Königsjahr 1976/77 den Höhepunkt ihrer Vereinslaufbahn als S.M. Karl I. und Linda Sieben, wo sie unseren Verein auch über seine Grenzen hinaus repräsentierten. Gemeinsam stifteten sie darüber hinaus die Königinnenbrosche, welche die amtierende Königin bis heute als äußeres Zeichen ihrer Würde trägt.

Mit Linda Sieben verlieren der Bürgerschützenverein Grevenbroich und der Königinnenkreis des BSV Grevenbroich eine liebenswerte und von allen geschätzte Persönlichkeit.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie. Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

BSV Grevenbroich trauert um John Mahoney

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V. trauert um Herrn John Mahoney.

John Mahoney bei der Präsentation des historischen Säbels 2023.

John Mahoney bei der Präsentation des historischen Säbels 2023.

John Mahoney aus Philadelphia, Pennsylvania, USA, stellte uns im Jahr 2022 den in seinem Besitz befindlichen historischen Königssäbel von S.M. Rudolf I. Seibel zur Verfügung, den dieser im Jahr 1926/27 an das Grevenbroicher Tambourcorps gestiftet hatte. Es entwickelte sich ein guter Kontakt und so reiste er dieses Jahr persönlich zur offiziellen Übergabe des Säbels im Rahmen unseres Schützenfestes an.

Im weiteren Verlauf seines Deutschland-Aufenthaltes entwickelten sich jedoch schwerwiegende medizinische Komplikationen, die einen längeren Krankenhausaufenthalt und einen Rücktransport in die USA erforderlich machten. Am 6. Oktober verstarb John Mahoney an den Folgen dieser Komplikationen in einem Krankenhaus in Philadelphia.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.