Schlagwort-Archiv: Vorstand

144. Pokalschießen: BSV vor Scheibenschützen

Am Ende entschied das Schussbild: In einem spannenden Wettkampf entschied die Mannschaft des BSV-Vorstands das diesjährige BSV-Pokalschießen erstmals für sich und verwies den Favoriten Jägerzug „Scheibenschützen“ nur dank des besseren Schussbilds auf Platz zwei.

Schießstand 2024Mit jeweils 226 Ringen machten die Teams des BSV-Vorstands und des Gastgebers „Scheibenschützen“ den Sieg in der Mannschaftswertung unter sich aus. Dabei entschied am Ende nur das bessere Schussbild über Sieg. Mit 222 Ringen folgte der Jägerzug „Schützenlust“ auf Platz drei, knapp dahinter kam das Team vom Jägerzug „St. Hubertus 1“. Den fünften Rang sicherte sich die Mannschaft von „Lebensfreude / Junge Freude“ mit 22 Ringen.

Im Wettbewerb der Einzelschützen gab es einen Doppelsieger: Jason Wilhelms vom Jägerzug „Fidele Jonge“ erreichte 48 von 50 Ringen und sicherte sich dank des besseren Schussbilds den Titel vor Ralf Stegers vom Marinezug „Klabautermann“. Und da Wilhelms zum Kreis der Jungen Schützen zählt, sicherte er sich den Titel des besten Teilnehmers unter 27 direkt mit.

Den Sonderpreis für die Mannschaft welche nach mindestens fünf Jahren Wettebewerbs-Pause wieder antrat geht dieses Jahr an das Team vom Jägerzug „Fildele Jonge“.

Ehrenscheibe des Schießens der Zugkönige.

Ehrenscheibe des Schießens der Zugkönige.

Knapp wie immer ging es beim Schießwettbewerb der Zugkönige auf die Ehrenscheibe zu. Von den 15 angetretenen Schützen sicherte sich Christopher Krüppel vom Jägerzug „St. Hubertus“ den Sonderpreis des besten Schützens unter den Zugkönigen, Zu allen diesen Erfolgen gratulieren wir sehr herzlich.

Insgesamt bedanken wir uns auch im Namen des Jägerzuges „Scheibenschützen“ bei den zahlreichen Teilnehmern am diesjährigen Pokalschießen. Es war eine gelungene Veranstaltung in den ehrwürdigen Räumen des Schießstands am Alten Schloss.

Die offizielle Liste des BSV-Pokalschießens mit den kompletten Ergebnissen aller teilnehmenden Schützen und Vereine können sie als PDF hier herunterladen.

Die Gewinner der Wettbewerbe werden wie immer im Rahmen des BSV-Königsvogelschusses am 13. Juli offiziell geehrt.

Jahreshauptversammlung: Grünes Licht für Fackelhalle

Die Brauchtumsfreunde stimmten nach einigem Ringen dafür: Der BSV 1849 Grevenbroich soll die Fackelbau-Halle in Noithausen für mehrere Jahre anmieten. Das soll helfen, die Leuchtkunst-Tradition zu wahren. Verbunden ist das aber mit einer kräftigen Beitragserhöhung.

Die Mitglieder des BSV Grevenbroich haben bei einer mehr als dreistündigen Versammlung am Freitag, dem 6. Februar dicke Bretter gesägt: Nach langer Debatte konnten sie sich im Rittersaal des Alten Schlosses zu wegweisenden Entscheidungen durchringen. Die wichtigste Nachricht: Die große Mehrheit der 155 stimmberechtigten Mitglieder votierte dafür, dass der BSV einen Fünf-Jahres-Vertrag zur Miete der Fackelbau-Halle an der Ringstraße in Noithausen abschließen soll, um den beliebten Fackelzug am Schützenfest-Samstag auch in den kommenden Jahren zu sichern.

Weiterhin kamen die Brauchtumsfreunde überein, dass die dadurch entstehenden Mehrkosten von aufgerundet 24.000 Euro jährlich nur gedeckt werden können, wenn die Mitgliedsbeiträge erhöht werden. Aktive Schützen, die 27 Jahre oder älter sind, sollen künftig 50 Prozent mehr zahlen – also 150 statt bisher 100 Euro pro Jahr. Auch das ist seit Freitagabend beschlossene Sache.

Ganz geräuschlos gingen diese Entscheidungen aber nicht über die Bühne. Einige Schützen brachten ihre Skepsis gegenüber der Hallen-Anmietung zum Ausdruck. Manche wiesen darauf hin, dass die Halle im Winter praktisch ungenutzt bliebe. Andere wollten wissen, ob die aufgerundeten 2000 Euro Miete pro Monat (Nebenkosten inklusive) gegenfinanziert werden können – zum Beispiel durch eine Untervermietung der Halle an Wohnmobilbesitzer oder andere Vereine. Aus Reihen der Brauchtumsfreunde wurde sogar angeregt, den Dienstagabend beim Schützenfest abzuschaffen, um die Kosten wieder reinzuholen.

Auch mit der Erhöhung des Mitgliedsbeitrags zeigten sich längst nicht alle einverstanden: Viele hätten sich eine Anpassung um „nur“ 35 Prozent gewünscht, eine Minderheit wäre gern beim bisherigen Jahresbeitrag von 100 Euro geblieben. Die letzte Erhöhung hatte es vor sechs Jahren gegeben.

Anmietung wohl einmalige Gelegenheit für den Fackelbau

Dass mancher Tagesordnungspunkt bei der Versammlung für Gesprächsstoff sorgen würde, hatte man schon im Vorfeld erwartet. Zur Halle erklärte der am selben Abend im Amt bestätigte BSV-Präsident Detlef Bley, dass es die einzige Location dieser Größe sei, auf die der Verein aktuell Zugriff habe. Sie biete auf rund 270 Quadratmetern Platz zum Bau von insgesamt sieben Großfackeln. „Aber das gibt es nicht zum Nulltarif“, sagte Bley. Er warb gemeinsam mit dem ebenfalls wiedergewählten BSV-Schatzmeister Michael Fräßdorf für die Anmietung der Halle und berichtete von guten Gesprächen mit dem Vermieter.

Die Halle in Noithausen ist einigen Fackelbauern bereits bekannt. Denn die Stadt, die aktuell noch Mieterin des Objekts ist, gestattet es den Schützen, zumindest einen großen Teil zu nutzen. Sie soll aber deutlich signalisiert haben, dass es Zeit für einen Mieter-Wechsel wird: Die Stadt will aussteigen. Von den meisten Schützen, insbesondere dem Team um den Fackelbaubeauftragten Willy Helfenstein, wurde die Gelegenheit zur Miete als vielleicht einmalige Chance erkannt. Präsident Bley betonte, dass man sich in den vergangenen Monaten intensiv umgehört habe, bezahlbare Hallen in der Größe aber rar seien – vor allem in Innenstadt-Nähe.

Vorstand bevorzugt vorerst Miete statt Kauf

Auf die Frage, ob nicht auch ein Neubau eine Option sein könnte, sagte Bley, dass er das momentan für unrealistisch hält. Eine Miete sei auch deshalb sinnvoll, weil man den Fackelbau erst einmal „auf feste Füße“ stellen müsse. Eine Umfrage unter den Schützen hatte jüngst zwar gezeigt, dass fast alle den Fackelzug am Samstagabend als wesentlichen Teil des Schützenfestes schätzen und wahren wollen. Gemessen an der Mitgliederzahl des BSV ist die Bereitschaft, sich im Fackelbau einzubringen, allerdings eher gering. Immerhin: Sieben „frische“ Züge sollen Interesse daran bekundet haben, in den Fackelbau einzusteigen. Letztlich will der BSV-Vorstand abwarten, wie sich die Tradition in den kommenden Jahren entwickelt. Deshalb vorerst die Miete für ein paar Jahre.

Schatzmeister Fräßdorf sprach diesbezüglich von einem „geringen Risiko“. Gleichwohl dämpfte er Erwartungen, nach denen die Mietkosten leicht gegenfinanziert werden könnten: Die Halle werde das ganze Jahr über gebraucht, auch als Lager für Material und bereits fertige Fackeln, so der Tenor. Der BSV möchte sich nämlich von einem Unterstand in Laach trennen, weil dort die Bedingungen für den Fackelbau eher ungünstig sind. Auch muss der Verein laut Bley jederzeit damit rechnen, ein anderes Lager an der Rheydter Straße kurzfristig auflösen zu müssen. Pro Kopf soll die Halle Mehrkosten von etwa 35 Euro pro Jahr verursachen, wie Bley sagte.

Neue Beiträge auch für junge Schützen und passive Mitglieder

Theoretisch wären die Mietkosten also mit einem Jahresbeitrag von 135 Euro zu stemmen gewesen, die Mehrheit der Schützen wollte aber – auch mit Blick auf explodierende Musikkosten – noch etwas Luft nach oben haben und keinesfalls die eiserne Finanzreserve des BSV aufs Spiel setzen. Gemäß Votum steigen die Beiträge im Einzelnen wie folgt: Aktive Schützen, die 27 Jahre oder älter sind, sollen nun 150 statt 100 Euro zahlen. Bei Unter-27-Jährigen steigt der Beitrag von bisher 60 auf 80 Euro. Gleiches gilt für Passiven Vereinsmitglieder. Die Preise verstehen sich inklusive Eintrittsbändchen. Bei den Edelkindern bleibt der Beitrag unverändert bei zehn Euro.

Der BSV Stadtmitte hatte im Vorfeld der Jahreshauptversammlung Daten aus anderen Vereinen im Stadtgebiet erhoben. Demnach gibt es viele, die inzwischen von aktiven Mitgliedern Beiträge zwischen 120 und 150 Euro nehmen, manche gehen bis 155 Euro. Ein einzelner Verein ruft (mit großem Abstand zu allen anderen) gar einen Jahresbeitrag von 200 Euro auf.

Gastschützen ohne Anmeldung werden nicht geduldet

Eine weitere Zahl: Bei der Versammlung haben die Schützen mehrheitlich dafür gestimmt, dass der BSV künftig eine Schnuppermitgliedschaft für den Fest-Samstag und den -Sonntag zum Preis von 20 Euro anbieten soll. Der Hintergrund: Immer wieder erschleichen sich nicht angemeldete Gastschützen (teilweise komplette Züge) den Zutritt ins Zelt oder marschieren ohne Versicherungsschutz mit. Im vergangenen Jahr hatte es Bley zufolge Ärger am Rande des Fackelzugs gegeben, weil nicht angemeldete und angeheiterte Gastschützen nahe der Polizeiwache eine Hecke in Brand setzten. Der BSV will hier ab diesem Jahr klare Kante zeigen: Es soll verstärkte Kontrollen geben, auch im Zelt. Wer ohne Bändchen erwischt wird, fliegt raus.

Quelle: Christian Kandzorra / ngz-online.de | Foto: Jutta Wosnitza

BSV Grevenbroich trauert um Peter Wingerath

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Peter Wingerath bekannt.

Geboren und aufgewachsen in Grevenbroich, konnte er im Jahr 1980 – mit gerade 16 Jahren – dem Ruf des Brauchtums nicht widerstehen und gründete mit Mitschülern des heutigen Erasmus-Gymnasiums den Jägerzug „Allzeit breit“, dem er bis zu seinem Tod treu blieb.

Seine große Leidenschaft galt neben seiner Ehefrau Petra der Jagd. Als passionierter Jäger und Hundeführer war er stets gefragt und engagierte sich darüber hinaus als Jungjägerausbilder und Vorsitzender der Jagdkynologischen Landesvereinigung.

Als Rechtsanwalt war er mit Schwerpunkt im Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht, Miet-, Bau- und WEG-Recht tätig und führte viele Jahre seine Kanzlei an der Lindenstraße.

Seit 2018 war Peter Wingerath als Justitiar Mitglied des BSV-Vorstands. Hier erwarb er sich insbesondere im Zuge der Verlegung des Kirmesplatzes und der Satzungsänderung im Jahr 2023 große Verdienste.

Peter Wingerath verstarb am 10. Januar 2026 überraschend und unerwartet im Alter von 61 Jahren. Mit ihm verliert der Bürgerschützenverein Grevenbroich eine prägende und von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege mitgestaltet hat. Wir haben einen guten Freund verloren. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

BSV Grevenbroich trauert um Lothar Zimmermann

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod unseres Ehrenvizepräsidenten Lothar Zimmermann bekannt.

Lothar Zimmermann wurde 1948 im thüringischen Jena geboren, jedoch verschlug es die Familie im Zuge der Kriegs- und Nachkriegswirren nach Grevenbroich-Allrath. Im Jahr 1978 wurde Lothar Zimmermann passives Mitglied des BSV Grevenbroich und war 1982 Mitbegründer des Marinezugs „Klabautermann“, dessen Schriftführer er viele Jahre lang war.

Nachdem er bereits im Jahr 2001 Schützenkönig in Allrath war, krönte er seine Schützenlaufbahn, indem er das Amt des Schützenkönigs in der Stadtmitte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Barbara Schmidt im Jahr 2003/2004 übernahm.

Über das Königsamt hinaus bekleidete Lothar Zimmermann von 2006 bis 2018 das Amt des BSV-Vizepräsidenten, welches er als nimmermüder „Außenminister“ auf besondere Weise mit Leben füllte. Hierfür wurde er vom Verein zum Ehrenvizepräsidenten ernannt.  Auch im Rahmen der Grevenbroicher Präsidentenrunde bekleidete er viele Jahre das Amt des Vizepräsidenten und wurde hierfür mit dem Titel des Ehrenvizepräsidenten ausgezeichnet.

Lothar Zimmermann verstarb im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet. Mit ihm verliert der BSV Grevenbroich und das gesamte Brauchtumswesen der Stadt eine prägende, von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die das Vereinsleben und die Brauchtumspflege weit über die Grenzen des Vereins hinaus mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

143. Pokalschießen: Bernardus schlägt die Scheibenschützen

Seriensieger entthront: In einem spannenden Wettkampf entschied der Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ das diesjährige BSV-Pokalschießen erstmals für sich und verwies den Favoriten Jägerzug „Scheibenschützen“ mit zwei Ringen Differenz auf Platz zwei.

Schießstand 2024Für den Sieg in der Mannschaftswertung reichten dem Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ 228 Ringe, womit sie die Gastgeber und Titelverteidiger des Jägerzuges „Scheibenschützen“ mit 226 Ringen um zwei Punkte übertrafen und sich so den Pokal nebst Siegprämie sicherten. Danach wurde es knapp: Den dritten Platz errang das Team des BSV-Vorstands mit 220 Ringen, gefolgt vom Jägerzug „Löstige Jonge 2017“ mit 219 Ringen. Der fünfte Platz wurde durch das bessere Schussbild entschieden: Der Jägerzug „Noh’besch Jonge“ errang Platz 5 vor dem Jägerzug „St. Hubertus“ mit 216 Ringen.

Im Wettbewerb der Einzelschützen war ebenfalls ein Mitglied von Sankt Bernardus erfolgreich: Mit 48 von 50 Ringen sicherte sich  der BSV-Schriftführer Jan Wosnitza durch das beste Schussbild vor seinen Mitbewerbern den Titel des besten Schützen insgesamt, den Orden für den Besten Schützen unter 27 Jahren sicherte sich Cedric Kleinschmidt vom Jägerzug „Löstige Jonge“ mit 47 Ringen.

Den Sonderpreis für die Mannschaft welche nach mindestens fünf Jahren Wettebewerbs-Pause wieder antrat geht dieses Jahr an das Team vom Königszug „St. Sebastian“.

Die Ehrenscheibe vom Schießen der Zugkönige 2025.

Die Ehrenscheibe vom Schießen der Zugkönige 2025.

Ein wirklich ein knappes Rennen war es dieses Jahr zwischen dem ersten und zweiten Platz um die Ehrenscheibe beim Zugkönigsschiessen. Gerade mal 2 mm machten hier den Unterschied. Sieger wurde Mischa Koch vom Jägerzug „St. Sebastian“ der sich damit vor Dirk Holl vom Jägerzug „Met Freud‘ dabei“ durchsetzte. Zu allen diesen Erfolgen gratulieren wir sehr herzlich.

Insgesamt bedanken wir uns auch im Namen des Jägerzuges „Scheibenschützen“ bei 121 Teilnehmern am diesjährigen Pokalschießen. Es war eine gelungene Veranstaltung in den ehrwürdigen Räumen des Schießstands am Alten Schloss.

Die offizielle Liste des BSV-Pokalschießens mit den kompletten Ergebnissen aller teilnehmenden Schützen und Vereine können sie als PDF hier herunterladen.

Die Gewinner der Wettbewerbe werden wie immer im Rahmen des BSV-Königsvogelschusses am 5. Juli offiziell geehrt.

Vorstand und Vertreter der Stadt bei der Mitgliederversammlung im Bernardussaal.

Schützen votieren für Verlegung des Kirmesplatzes

Das Flutgrabenquartier zwischen dem Platz der Republik und der Spielspinne kann wie geplant umgestaltet und aufgewertet werden. Die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Grevenbroich stimmten am Donnerstag Abend für die Verlagerung des Kirmesplatzes und ebneten damit den Weg für eine nachhaltige Quartiersentwicklung.

In den kommenden Jahren sollen im Flutgrabenviertel zentral gelegene Bildungsstätten, ufernahe Freizeiteinrichtungen und moderne Wohnungen entstehen. Diese Zukunftspläne wurden im Rahmen von Bürgerworkshops entwickelt und können nur mit einer Verlagerung des Schützenfestes auf die Flächen des ehemaligen Baubetriebshofs am Flutgraben realisiert werden. Bürgermeister Klaus Krützen hatte bereits 2023 betont, dass dieses Projekt nur mit der Zustimmung des BSV umgesetzt werden kann.

„Gemeinsam mit Vertretern des Bürgerschützenvereins haben wir in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, die notwendigen Details und Informationen zusammenzutragen, damit die Vereinsmitglieder eine fundierte Entscheidung treffen können. Die Zustimmung des BSV ist ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Flutgrabenquartiers“, so Krützen.

Etwa 120 BSV-Mitglieder haben am Donnerstag Abend im Bernardussaal bei nur neun Gegenstimmen für die Verlagerung des Fest- und Kirmesplatzes vom Platz der Republik auf das ehemalige Gelände des Bauhofs gestimmt. Zuvor standen Bürgermeister Krützen, Planungsdezernent Florian Herpel und weitere Verwaltungsmitarbeiter den Vereinsmitgliedern Rede und Antwort zum Projekt.

BSV-Präsident Detlef Bley bedankte sich anschließend bei den Schützen sowie den Vertretern der Stadt für die gemeinsame Beschlussfassung und die konstruktive Mitarbeit. Nun kann ein politischer Beschluss für das sogenannte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Flutgrabenquartier herbeigeführt werden, sodass die Stadt im kommenden Herbst einen entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung einreichen kann.

Quelle: RP-Online.de

Nachruf Karl Sieben

BSV Grevenbroich trauert um Karl Sieben

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Karl Sieben, Schützenkönig 1976/77, bekannt.

Karl Sieben wurde am 10.10.1936 geboren und war ein waschechtes Grevenbroicher Urgestein. Karl Sieben war ein Schütze durch und durch. Als Buchdruckermeister gestaltete und druckte er viele Jahre lang die Plakate für das Grevenbroicher Schützenfest.

Im Mai des Jahres 1954 war er Mitbegründer des Jägerzuges „St. Sebastian“ und somit fast 70 Jahre Mitglied des Vereins. Schnell wurde er zum Fahnenoffizier und avancierte beim Schützenfest 1973 zum Adjutanten des Grenadiermajors. Bereits im Jahr darauf wurde auf dem Oberstehrenabend zum neuen Grenadiermajor gewählt und behielt dieses verantwortungsvolle Amt 21 Jahre lang bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1994 inne. Höhepunkt seiner Amtszeit als Stabsoffizier war aber sicherlich die Vertretung als Regimentskommandeur, als sein Oberst Willi Schäfer das Amt des Schützenkönigs innehatte.

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Schützenkönigspaar 1976/77: S.M. Karl I. und Dietlinde Sieben

Ein Amt, welches ihm nicht unbekannt war – hatte er dieses gemeinsam mit seiner Frau Dietlinde „Linda“ im Königsjahr 1976/77 bereits bekleidet, welches zweifellos den Höhepunkt ihrer Schützenlaufbahn als S.M. Karl I. und Linda Sieben darstellte. Gemeinsam repräsentierten sie unseren Verein auch weit über seine Grenzen hinaus.

Karl Sieben verstarb am 7. März 2024 und folgt damit seiner im Dezember vergangenen Jahres verstorbenen Frau Linda. Mit ihm verlieren der Bürgerschützenverein Grevenbroich und der Königskreis des BSV Grevenbroich eine von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege maßgeblich mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf Karl-Heinz Klefisch

BSV Grevenbroich trauert um Karl-Heinz Klefisch

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod unseres ehemaligen 1. Schießmeisters Karl-Heinz Klefisch bekannt.

Karl-Heinz Klefisch wurde am 2. Oktober 1938 in Widdeshoven geboren. Nachdem er im Jahr 1962 ins benachbarte Grevenbroich übersiedelte, trat er bereits im Januar 1965 in die Reihen des Jägerzuges „Scheibenschützen“ ein. Von Anfang an war er Mitglied der Fahnengruppe und trug die Standarte über 30 Jahre stets voran. Auch das Amt des Zugkönigs bekleidete er mehrmals, und war in den Jahren 1977/78, 1997/98 zum 150. Jubiläum der Scheibenschützen und 2011/12.

Bekanntheit über seinen Zug hinaus erlangte Klefisch Anfang der achtziger Jahre, als er dem damaligen Schießmeister Leo Kramer assistierte und sein Amt nach dessen Tod im Jahre 1989 offiziell übernahm. Das Amt des 1. Schießmeisters des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. füllte Karl-Heinz Klefisch über zwanzig Jahre lang aus, bis er es im Jahr 2010 aus Altersgründen abgab.

Bei allen Schießwettbewerben – sei es das BSV-Pokalschießen, der Vogelschuss der Scheibenschützen oder der Königsvogelschuss des BSV – war er ein fester Bestandteil des BSV-Vorstands und sorgte durch seine souveräne und ruhige Art für das reibungslose Gelingen unserer Veranstaltungen.

Karl-Heinz Klefisch verstarb am 13. Februar 2024. Mit ihm verliert der BSV Grevenbroich eine von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf Gerda Peters

BSV Grevenbroich trauert um Gerda Peters

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Gerda Peters, Schützenkönigin 1977/78, bekannt.

Gerda Peters wurde am 26. Mai 1934 in Rheinhausen geboren und kam 1946 durch ihren Vater nach Grevenbroich, der bei der Bundesbahn beschäftigt war.

Schützenkönigspaar 1977/78: Gerd III. und Gerda Peters

Schützenkönigspaar 1977/78: Gerd III. und Gerda Peters

Gemeinsam mit ihrem Mann waren sie Mitglied im Jägerzug „Erftjonge“. Mit diesem feierten sie im Königsjahr 1977/78 den Höhepunkt ihrer Vereinslaufbahn als S.M. Gerd I. und Gerda Peters, wo sie unseren Verein auch über seine Grenzen hinaus repräsentierten. Präsent war Gerda auch durch durch das Amt ihres Mannes als Vizepräsident des Vereins von 1994 bis zum Jahr 2006, wonach er zum Ehrenmitglied der Vereins ernannt wurde.

Mit Gerda Peters verlieren der Bürgerschützenverein Grevenbroich und der Königinnenkreis des BSV Grevenbroich eine liebenswerte und von allen geschätzte Persönlichkeit.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie. Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Rüdiger Schlott ist neuer BSV-Kronprinz

Die königliche Nachfolge beim BSV Grevenbroich ist geklärt: Rüdiger und Stefanie Schlott sind das neue Kronprinzenpaar der Stadtmitte. Zudem machten die Schützen den Weg dafür frei, dass Frauen Mitglied werden können.

Am Freitag die Mitgliederversammlung und am Samstag dann der BSV-Königsehrentag mit Ehrungen, Pfänder- und Jung-Königsschießen sowie dem Königsvogelschuss: Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V. kann auf ein rundum gelungenes Wochenende zurückblicken.

Am Freitagabend votierten 84 Prozent der anwesenden 107 Schützen dafür, dass künftig auch Frauen Mitglieder des Bürgerschützenvereins werden können. Bürgermeister Klaus Krützen sprach von einem „bahnbrechenden Beschluss“. In der Jahreshauptversammlung am Anfang des Jahres war dem Vorstand der Auftrag erteilt worden, die Satzung des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich anzupassen, die geänderte Satzung stand jetzt zur Verabschiedung an. Eine weitere Änderung: Auch die Edelknaben und Jungendschützen haben nun die volle Mitgliedschaft.

Am Samstag stand der neue Kronprinz des Bürgerschützenvereins, Rüdiger Schlott, mit seiner Frau Stefanie im Mittelpunkt. Drei Schützen hatten zuvor beim Königsvogelschuss geschossen. Rüdiger Schlott ist ein Tausendsassa, der das Sommerbrauchtum ebenso liebt wie das Winterbrauchtum – und der mit seiner Frau in Köln lebt. Präsident Detlef Bley machte darauf aufmerksam, dass der Kronprinz seinem Zug, dem Jägerzug „Jungschützen“, seit 1979 angehört. Dieser Zug wird jetzt zum ersten Mal seit 1950/51 den Schützenkönig stellen. Außerdem kann Schlott auf eine 30-jährige Karriere im Vorstand zurückblicken. Bley nannte ihn das „Gesicht des Sonntagsumzugs, weil er einer der Vorreiter ist. Außerdem ist Rüdiger Schlott Protokollchef.

Kronprinzessin Stefanie ist gelernte Bankkauffrau. Kennengelernt hatte sich das Paar 1996 über ihr gemeinsames Hobby, die Reiterei. Der Kronprinz war vor 21 Jahren Zugkönig der Jungschützen. Die anwesenden Schützen und Besucher dürften den Eindruck gewonnen haben, dass das Kronprinzenpaar optimal geeignet ist für das Königsamt und damit ein Glücksfall für den Bürgerschützenverein. Der Kronprinz, der im September 59 Jahre alt wird und der in Noithausen aufgewachsen war, war schon zweimal bei einer Papstaudienz. Früher hat Schlott er den Hofdamen das Tanzen beigebracht, und in Köln war er Prinzenführer.

Thomas Oberbach, Adjutant des Königszuges, hatte offenbar schnell verinnerlicht, dass sich der Bürgerschützenverein auch für Frauen öffnen wird. Er benutzte die Anrede „liebe Schütz:Innen“. Und er fügte hinzu: „Aus Kronprinzen werden Könige, wie wir heute in England sehen konnten.“

Auch bei den Jungen Zügen gab es einen Wechse der Regentschaft: Timo Eisenblätter heißt der neue Jung-König, er ist Mitglied des Jägerzuges „Schlossjäger“. Der bisherige Jungkönig Timo Ziegler wurde abgekrönt.

Beim Pfänderschießen des BSV waren folgende Schützen erfolgreich: Den linken Flügel schoss Jonas Klever von den „Erftgrafen“ ab. Der rechte Flügel fiel durch einen Schuss von Michael Fräßdorf vom Jägerzu „Met Freud‘ dabei“, und der Kopf fiel durch den Schuss von Leonard Lammers vom Jägerzug „Erftkadetten“. Michael Koch von der Gesellschaft „Wasserfreunde“ schoss den Schweif ab.

Bei der Mitgliederversammlung am Freitag ging es nicht nur um die Satzung. So wurde unter anderem beschlossen, dass die Regimentsabnahme am Schützenfestsonntag auf der Lindenstraße erfolgen wird. Von dort geht es direkt in die Innenstadt. Diese Zugverkürzung war auf Wunsch vieler Schützen erfolgt. Darüber hinaus soll es eine geänderte Aufteilung des Kirmeszeltes geben. Der Thekenbereich soll vergrößert werden.

Zudem standen am Wochenende viele Ehrungen an: Willi Peiffer, der ehemalige Schriftführer, ist zum Ehrenmitglied ernannt worden. Oberst Stefan Sürth ehrte fünf Jubiläumszüge und 38 Einzeljubilare.

Der Samstag klang mit dem Auftritt von Micky Brühl und einer langen Partynacht mit DJ Marc aus. Jetzt freuen sich die Schützen auf das erste Septemberwochenende, dann feiert der BSV sein Schützenfest.

Quelle: Rudolf Barnholt | ngz-online.de | Fotos: J. Wosnitza