Schlagwort-Archiv: Schützenfest

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2019

Ein ereignisreiches und erfolgreiches Schützenjahr liegt hinter uns. Daher beginnen wir den Auftakt des Jahres 2019 mit der traditionellen Jahreshauptversammlung des Bürgerschützenvereins, auf welcher die Weichen für das kommende Schützenfest gestellt werden.

Termin ist Freitag, der 8. Februar 2019 bereits um 19.00 Uhr im Rittersaal des Alten Schlosses, Einlass ist ab 18.00 Uhr.

Nachdem die Räumlichkeiten in der Alten Feuerwache aufgrund der beschränkten Kapazitäten dauerhaft nicht mehr zur Verfügung stehen und das Pascal Gymnasium gut, aber überdimensioniert war, kehren wir nun zum ersten Mal seit 2013 wieder zurück in die traditionellen „heiligen Hallen“ des Alten Schlosses. Die Bewirtung übernimmt dieses Jahr erstmalig der Grenadierzug „Schlossjonge 2011“. Wir bitten um pünktliches Erscheinen.

Eingeladen sind gemäß Satzung wie immer alle aktiven und passiven Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V.; wir hoffen auf eine rege Teilnahme.

BSV-Majestät Dieter II. Minkenberg

Dieter Minkenberg ist neue BSV-Majestät

Sentimentalität und Freude gehörten zur Krönungsfeier, die am Dienstag Abend noch einmal viele Schützen und Gäste in das Grevenbroicher Festzelt lockte. Dort winkten Detlef Bley und Monika Wagner ein letztes Mal als Königspaar den Aktiven des Bürgerschützenvereins zu.

Die Band „The Realtones“ spielte „Time to say Goodbye“, als Vizepräsident Victor Göbbels die beiden verabschiedete. Er dankte insbesondere der scheidenden Regentin, dass diese „trotz Krankheit ihrer Pflichten als Königin nachgekommen ist“.

Die zurückliegenden Tage seien bestens verlaufen, resümierte der Vizepräsident, der das Grevenbroicher Schützenfest auch als ein „Fest der Freundschaftspflege“ bezeichnete. Der neue Zugablauf sei gelungen, das sei auch ein Verdienst des neuen Oberst Stefan Sürth, der einen „guten Job“ gemacht habe. Detlef Bley dankte dem Adjutantenpaar Uli und Uschi Gerhard für die Hilfe, seinen Schwiegereltern Klaus und Maria Dircks und dem Zug „Feucht-Fröhlich“ für die Unterstützung während des Königsjahres. Zu seiner Monika sagte er: „Du bist die Königin meines Herzens.“

Dann war die Zeit für Dieter Minkenberg gekommen, der als erster König ohne Königin in die BSV-Geschichte eingehen wird. Der neue Regent stammt aus den Reihen des Grenadierzuges „Erftschwalben“, die nun als kleinste Gemeinschaft im Regiment den „großen König“ stellt.  Als Adjutantenpaar stehen Minkenberg zwei erfahrene Grevenbroicher zur Seite: Barthel und Manuela Velder, die 2013/14 selbst als Königspaar im Mittelpunkt des Grevenbroicher Schützenfestes standen. Manuela Velder stand denn auch prompt als Partnerin parat, als der neue König zum Ehrentanz gebeten wurde. Und den legte er gekonnt aufs Parkett.

Eine Überraschung gab es noch für Victor Göbbels: Bürgermeister Klaus Krützen überreichte dem Vizepräsidenten den Stadtschützenorden. Damit wurde Göbbels’ Einsatz rund um die Pflanz-Aktion „Grevenbroich blüht auf“ gewürdigt.

Text: NGZ-Online.de | Foto: J. Wosnitza

Regimentschef Stefan Sürth (r.) mit Oberstordensträger Hans „Laddy“ Birbaum und Jägermajor Franz-Josef Esser.

Oberstorden für Hans „Laddy“ Birbaum

Die Verleihung des Oberstordens ist bis zum Schluss ein gut gehütetes Geheimnis. Und Regimentschef Stefan Sürth machte es am Sonntag Morgen im Festzelt relativ spannend, wer sich denn in diesem Jahr zu den hoch dekorierten Schützen zählen darf. 84 Jahre alt ist er, eine streitbare Seele darüber hinaus, und immer da, wenn er gebraucht wird. Ab diesem Zeitpunkt war den meisten klar, wer gemeint ist: Hans Birbaum – in Grevenbroich besser bekannt unter dem Namen „Laddy“.

Birbaum gehört zu den 1948 gegründeten „Erftjonge“. Er ist kein Vorstandsmitglied, sondern ein einfacher Schütze, der etwas Besonderes für den BSV leistet. „Das ist mir beim Auf- und Abbau unseres Biwaks ganz bewusst geworden“, sagte Stefan Sürth. „Laddy“ Birbaum besorgte – ohne gefragt zu werden – Papierhandtücher und Seife für den Toilettenwagen, schnitt heimlich in Friedhofsnähe Birkenzweige zur Verschönerung des Platzes ab und buddelte metertiefe Löcher in den Asphalt des Kirmesplatzes, damit Metallhülsen für die Masten des „Herzlich Willkommen“-Banners in die Erde eingelassen werden konnten.

„Und am nächsten Morgen, als alle anderen noch im Bett lagen, war ,Laddy’ schon auf dem Platz der Republik aktiv, sammelte Glasscherben und Zigarettenstummel ein, so dass der Platz pünktlich um 12 Uhr wieder übergeben werden konnte“, lobte Sürth. „Und das bei Temperaturen von 30 Grad, trotz Herzproblemen und Knieoperation.“

Hans Birbaum, der viele Jahre Fußballobmann des TuS und 1988/89 Schützenkönig war, nahm die Ehrung sichtlich gerührt entgegen. Das Grevenbroicher Urgestein gehört seit nunmehr 65 Jahren dem Bürgerschützenverein an. Obwohl das eine bemerkenswert lange Mitgliedschaft ist, gibt es dafür keine Ehrennadel – bemerkte Stefan Sürth. „Dafür bekommst Du jetzt aber den Oberstorden.“

Text: Wiljo Piel, NGZ-Online.de | Foto: J. Wosnitza

Kirmesfotos 2017 veröffentlicht


Pünktlich zur „Halbzeit“ der Wartezeit bis zum Schützenfest 2018 haben wir nun die schönsten Impressionen der Kirmes 2017 in der bekannten und beliebten Bildergalerie auf unserer Homepage veröffentlicht. Die Präsentation finden Sie HIER.

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

Das neue Grevenbroicher Königspaar: Detlef Bley und Monika Wagner stehen vor zwölf ereignisreichen Monaten. Bley gilt als Anwärter für das Amt des BSV-Präsidenten.

In Grevenbroich regiert jetzt Detlef Bley

Der Krönungsball im Festzelt beendete das Schützenfest in der Innenstadt. Hier wurde mit S.M. Detlef I. Bley und Königin Monika Wagner das 70. Königspaar der jüngeren BSV-Geschichte inthronisiert.

Freude und Wehmut treffen bei jedem Krönungsabend aufeinander. Das war auch beim Abschied von Manfred und Bettina Dörenkamp so, die im Mittelpunkt des nun zurückliegenden Schützenfestes standen. Bevor die neuen Regenten – Detlef Bley und Monika Wagner – in Amt und Würden gebracht wurden, blickten Präsident Peter Cremerius und Oberst Joachim Schwedhelm auf ihre gemeinsame Amtszeit zurück. Sie werden im Januar 2018 ihre Posten zur Verfügung stellen.

Peter Cremerius bedankte sich bei der Stadtverwaltung, speziell beim Ordnungsamt, für die Unterstützung, aber auch bei der Polizei und beim Rhein-Kreis Neuss, der am Schützenfest-Sonntag sein Ständehaus zur Verfügung stellt. Nach dem Dank an die Geistlichkeit, den Zeltwirt und die Stabsoffiziere endete dann offiziell die Amtszeit von Manfred und Bettina Dörenkamp. Der scheidende König bedankte sich bei seinem Zug „Noh’besch Jonge“ und dem Adjutantenpaar Josef und Elsbeth Flesch für die Unterstützung im zurückliegenden Jahr. Und er sorgte mit einem Kompliment an seine Frau für Gänsehaut-Feeling: „Du warst klasse. Ich liebe dich!“

Der stellvertretende Grevenbroicher Bürgermeister Edmund Feuster verlieh nicht nur den von Amtsinhaber Klaus Krützen gestifteten „Stadtkönigsorden“ an die frisch abgekrönte Majestät, er überreichte auch den „Stadtschützenorden“ an Interims-Kassierer Daniel Höveler für seinen spontanen und tatkräftigen Einsatz bei der Übernahme des verantwortungsvollen Schatzmeister-Amtes.

Peter Cremerius stellte mit Detlef Bley den nunmehr 70. König des Bürgerschützenvereins vor. Der neue Regent wurde 1963 in Wevelinghoven geboren, ist seit 35 Jahren Schütze, er gehört dem Jägerzug „Feucht-Fröhlich“ an und ist designierter Nachfolger des amtierenden Präsidenten. In seiner Freizeit fährt Detlef Bley gerne Motorrad und engagierte sich als Vorsitzender der „Existenzhilfe“, für die er auf Geschenke verzichtete und stattdessen um Spenden bat. Monika Wagner wurde in Indien geboren, wo ihre Eltern Maria und Klaus Dircks (heute 88 und immer noch aktiver Schütze) berufsbedingt lebten. Die Neuenhausenerin ist Leiterin einer Kindertagesstätte in Kelzenberg und liebt das Singen und Lesen.

Mit Material von ngz-online.de | Foto: J. Wosnitza

BSV-Jahreshauptversammlung 2017

Schützen für Mitsprache in Sachen Kirmesplatz

Die Mehrheit der Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. haben deutlich gemacht, dass sie ihre Kirmes weiterhin am alten Standort feiern wollen. Die Botschaft an Politik und Verwaltung: Sie möchten aktiv in die Diskussion um eine Neugestaltung einbezogen werden.

Thema des Abends war die Diskussion um die mögliche Verlegung des Kirmesplatzes, wozu ein Antrag von Achim Mikulla und elf weiteren Schützen vorlag. Schon 2006 hatten sich die Schützen für einen Erhalt des Kirmesplatzes am alten Standort ausgesprochen. „An dieser Sachlage hat sich nichts verändert“, sagte Peter Cremerius. Als Präsident müsse er die Zukunft des BSV im Blick behalten.

Bürgermeister Klaus Krützen, der Gast der Versammlung war, sagte eine „höchstmögliche Bürgerbeteiligung“ zu, es werde „keine Nacht- und Nebelaktion“ geben. Was die Neugestaltung des Geländes nach dem Abriss von Grundschule und Tagesstätte betreffe, seien noch keine Pflöcke eingeschlagen worden. „Nichts ist entschieden, es gibt keine zeitliche Planung, keinen Handlungsdruck“, sagte Krützen.

Wie Cremerius wies auch Bürgermeister Krützen angesichts der Menschenmassen, die sich vor allem Samstagsabends durch die Budengasse an der Graf-Kessel-Straße zwängen, auf den Sicherheitsaspekt hin: „Ist das noch verantwortbar, ist der Standort auf Dauer noch durchführbar“, fragte er. BSV-Geschäftsführer Mario Straube geht davon aus, dass sich die Auflagen nach dem Lkw-Anschlag in Berlin sogar weiter verschärfen werden. Er sei gegen eine Verlegung des Kirmesplatzes – aber: „Der Vorstand steht in der Pflicht, sich mit der Zukunft des Vereins zu beschäftigen.“ In einer lebhaften Diskussion äußerten sich viele Gegner, aber auch einige Befürworter einer Schützenplatz-Verlegung zum Hagelkreuz.

Nach mehrstündiger, zum Teil emotional geführter Diskussion gab es ein einstimmiges Votum der Bürgerschützen: Der Vorstand um Peter Cremerius soll alle Möglichkeiten nutzen, um den Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße zu erhalten. Dafür sprachen sich 212 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung aus, fünf enthielten sich ihrer Stimme. Und: Über Alternativen soll künftig offen diskutiert werden. Über jegliche Entwicklung muss der Vorstand regelmäßig informieren. Der Beschluss im Wortlaut:

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V., vertreten durch den Vorstand, wird beauftragt, im stetigen Kontakt mit der Stadtverwaltung Grevenbroich zu bleiben und alle Möglichkeiten zu prüfen, dass im Sinne des Wunsches der Schützen der Kirmes- und Schützenplatz am alten Platz erhalten bleibt.
Möglichkeiten der Alternativen sollen im Rahmen der Mitgestaltung öffentlich diskutiert werden.
Über die Entwicklung zu diesem Thema werden die Mitglieder dann regelmäßig alle 6 Monate über die Schützenpost informiert.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon fünf Züge Großfackeln bauen wollen. Zur besseren Koordinierung kündigte der Fackelbaubeauftragte ein Treffen kurz vor dem Schützenfest an. Oberst Joachim Schwedhelm bedankte sich bei den Schützen für die reibungslose Durchführung des vergangenen Schützenfestes und kündigte an, dass für dieses Jahr keine Änderungen im Ablauf vorgesehen seien.

Detlef Bley, Vorsitzender des Fördervereins des BSV, blickte auf eine gelungene Durchführung des Turmfestes und des Schützenbiwaks zurück. Das Konzept des im Jahr 2015 neu gestarteten Biwaks hat sich bewährt und wird auch 2017 ohne wesentliche Änderungen umgesetzt. Züge, die sich am Ablauf des Biwaks mit einbringen wollen, bat er sich spätestens bis zum 1.4.2017 beim Förderverein zu melden.

Zuletzt wies Präsident Dr. Peter Cremerius auf die Jahreshauptversammlung 2018 hin, auf der die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes ansteht. Hier werden er und Oberst Joachim Schwedhelm nicht wieder antreten. Mitglieder des BSV Grevenbroich, die sich für den Verein engagieren und sich zur Wahl für eines der Ämter stellen wollen, sollten sich rechtzeitig beim geschäftsführenden Vorstand melden.

Mit dem Grußwort von Schützenkönig Manfred I. Dörenkamp und den Klängen des Heimatliedes endete die Jahreshauptversammlung um 23.10 Uhr.

Mit Material von NGZ-Online

S.M. Manfred II. und Königin Bettina Dörenkamp mit Prinzessin Greta

Manfred und Bettina Dörenkamp neues Königspaar von Grevenbroich

S.M. Manfred II. Dörenkamp und Königin Bettina repräsentieren jetzt den Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V. Präsident Dr. Peter Cremerius: „Jeder Festtag war ein Erlebnis.“

Mit großem Applaus verabschiedeten die Grevenbroicher Schützen am Dienstagabend ihr Königspaar Dominik und Susanne Wegener. Kurz darauf wurden die neuen Regenten Manfred und Bettina Dörenkamp vom Jägerzug „Noh’besch Jonge“ in Amt und Würden versetzt. Damit nahm ein rundum gelungenes Schützenfest einen glanzvollen Abschluss. „Jeder einzelne Tag war ein ganz besonderes Erlebnis“, sagte der hochzufriedene Präsident Dr. Peter Cremerius.

Zum letzten Höhepunkt des Festes konnte der Schützen-Chef viele Ehrengäste aus befreundeten Vereinen begrüßen, darunter sieben Königspaare aus dem Stadtgebiet. Den scheidenden Regenten bescheinigte Cremerius eine hervorragende Amtszeit. Dominik und Susanne Wegener hätten das Königsspiel nicht nur mit Engagement, sondern auch mit viel Herzlichkeit bewältigt. Ein großes Lob gab es für ihre Besuche in den Seniorenheimen und für die Aktionen mit der Schützenjugend. „Es war so schön – wir haben alles mitgemacht und konnten dennoch immer wir selbst bleiben“, sagte Dominik Wegener. Sein besonderer Dank galt dem Adjutantenpaar Christoph und Sonja Oberbach, seinem Jägerzug „Waldeslust“, den Hofdamen und ganz besonders seiner Frau Susanne. „Ich fand, du warst die Schönste“, sagte der scheidende König.

Nachdem das sympathische Paar nach lang anhaltendem Applaus der Schützen verabschiedet worden war, galt die Aufmerksamkeit dem neuen Königspaar. Manfred Dörenkamp hatte im Juli den Vogel mit dem 30. Schuss von der Stange geholt und sich das höchste Repräsentantenamt des Bürgerschützenvereins gesichert. Der 59-Jährige, der aus Viersen stammt, hatte 2008/09 das Schützenwesen hautnah kennengelernt, als er das damalige Königspaar Andreas und Simone Pickel zu den verschiedensten Terminen begleitet. Mittlerweile ist er Präsident der „Noh’besch Jonge“.

Der neue König ist Leiter einer Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Mönchengladbach. Seine Frau Bettina arbeitete bei einem ambulanten Pflegedienst. 2001 hatten sich beide an der Schule für Krankenpfleger kennengelernt, 2007 wurde geheiratet, ein Jahr später wurde Tochter Greta (7) geboren. Mit dem Umzug nach Grevenbroich lernte Manfred Dörenkamp die Stadt schnell kennen und lieben – und dazu gehörte auch das Sommerbrauchtum.

Quelle: NGZ-Online / Foto: J. Wosnitza

BSV ernennt Ursula Kwasny zum Ehrenmitglied

BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius skizzierte bei der Jahreshauptversammlung die Zukunft des Grevenbroicher Kirmesplatzes.

Ursula Kwasny ist jetzt Ehrenmitglied des Bürgerschützenvereins Grevenbroich. Bei der Jahreshauptversammlung im Forum des Grevenbroicher Pascal-Gymnasiums wurde die ehemalige Bürgermeisterin mit Mehrheit gewählt. Präsident Dr. Peter Cremerius hatte zuvor die Verdienste der im Oktober ausgeschiedenen Verwaltungschefin hervorgehoben, sie habe stets ein offenes Ohr für die Schützen gehabt, auf sie sei Verlass gewesen. Neben Ursula Kwasny tragen Altbürgermeister Erich Heckelmann und der ehemalige Südstadt-Pastor Eduard Gijsen die Ehrenmitgliedschaft des BSV.

Mit dem abgelaufenen Schützenjahr ist der Vorstand größtenteils zufrieden. An der Choreographie der neuen Regimentsabnahme auf der Lindenstraße müsse jedoch noch gefeilt werden, sagte Oberst Joachim Schwedhelm: „Das hat nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Einiges sei noch verbesserungsbedürftig. Etwa die Länge der Front, die vom Königspaar und den Ehrengästen abgeschritten wird. Sie habe sich im Vorjahr bis zum Hagelkreuz gezogen – das sei deutlich zu lang. Bei seiner Klausurtagung im März will der BSV-Vorstand ein Konzept für eine kürzere Regimentsabnahme und einen zügigen Anschluss an die Parade entwickeln.

Was die Zukunft des Kirmesplatzes betrifft: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Platz verlegt wird“, sagte Peter Cremerius. Mit dem künftig anstehenden Abriss der katholischen Grundschule und des Kindergartens am Hartmannweg entstehe im Zentrum ein neues, attraktives Areal für die Wohnbebauung. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dieses Gelände ausschließlich für vier Tage Schützenfest frei gehalten wird“, meinte der Präsident.

Die Alternative liege am Hagelkreuz, die dort freie Fläche sei vier Mal so groß wie der heutige Kirmesplatz und biete die Möglichkeit, neue und größere Fahrgeschäfte anzusiedeln – dies habe auch „einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Vereins“, so Cremerius. Wegen der Sicherheitsauflagen habe die derzeitige Budengasse viel an Atmosphäre eingebüßt, zudem gebe es keine Möglichkeiten, das Festzelt zu erweitern. „Eine Veränderung kann auch eine große Chance für das Brauchtum sein“, sagte Peter Cremerius. Der Vorstand selbst plane zwar keine Verlegung, das Thema komme aber in den nächsten Jahren auf den Verein zu.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon sieben Züge Großfackeln bauen wollen. Der Fackelbaubeauftragte geht davon aus, dass im September mehr als zehn bunte Lichterwagen mit von der Partie sein werden. Neu gegründet hat sich der Förderverein für den BSV, der unter der Leitung von Detlef Bley steht. Die zurzeit 22 Mitglieder werden künftig die Organisation des Schützenbiwaks und anderer Veranstaltungen übernehmen. Dazu zählt auch das „Turmfest“, das während des City-Frühlings (23./24. April) rund um den neuen Schützenturm gefeiert werden soll.

Quelle: Wiljo Piel / NGZ Online

Dominik I. und Susanne Wegener regieren Grevenbroicher Schützen

Ein perfekter Tag mit Krönung und Geburtstag für Dominik Wegener, innige Liebeserklärungen und diverse Neuzugänge für das Archiv: Dies waren die schönsten Momente beim Krönungsball des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich. Präsident Peter Cremerius hatte den Gästen – darunter 20 Königspaare aus allen Stadtteilen – im voll besetzten Zelt nicht zu viel versprochen: „Dies wird ein Abend voller Emotionen.“

Grenzenlose Freude bei Dominik (45) und Susanne Wegener: Er war begeistert von seiner „wunderschönen Königin“. Die Borussia-Mönchengladbach-Fans hatten sich auf dem Weg zum Stadion kennengelernt, sind seit 2012 verheiratet und wohnen in Frimmersdorf. Die 41-Jährige – Sohn Justin und Tochter Gina gehören zum Hofstaat – zog in einer roten, mit Rosen und funkelnden Strass verzierten Robe die Blicke auf sich. In der Antrittsrede hob das Mitglied des Jägerzuges „Waldeslust“ die „Schützen und Schützenfrauen als die Wichtigsten beim Schützenfest“ hervor. Seine Pläne als König? „Vielleicht ein Anstrich für den Schützenturm“, witzelte er mit Blick auf Initiator Victor Göbbels. Zu den Klängen von Helene Fischers „Unser Tag“ drehten sie sich beim ersten Tanz als Regenten.

Wehmut herrschte bei Victor und Henriette Göbbels, als sie Königssilber und Königinnen-Brosche abgaben. Zuvor konnten sich beide über vielfaches Lob für ihre engagierte Regentschaft freuen. „Kaum einer hat für möglich gehalten, dass der Schützenbaum innerhalb eines Jahres stehen wird“, sagte Peter Cremerius. Mit schwarzen Dessous (bei der Krönung 2014 ein Hinweis auf den Laden von Henriette Göbbels), dem beim Kanuausflug „ertrunkenen“ Handy der Königin, Bierdeckeln mit Redestichworten des Königs und der Krawatte vom Königszug wird nun das Archiv bestückt. Mit einem liebevollen „Du bist die Beste“ und einem Kuss auf der Bühne dankte Göbbels seiner Henriette (im eleganten schwarzen Kleid).

Bei aller Freude erinnerten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Diakon Manfred Jansen an den Dachstuhlbrand, der am Krönungsmorgen im Seniorenheim „Lindenhof“ getobt hatte. Der Landrat dankte seinen Mitarbeitern und den Erasmus-Gymnasiasten. Diakon Jansen bat alle, „die Senioren, für die jede Veränderung schwierig ist, in die Gebete aufzunehmen“.

Quelle: Daniela Buschkamp, NGZ-Online.de

Zehn eigene Großfackeln zum Schützenfest

Für das Schützenfest am ersten September-Wochenende lässt sich einiges erwarten: Bereits sieben Großfackeln sind beim Fackelbaubeauftragten Christoph Oberbach gemeldet worden – vor zwölf Monaten lag zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung keine einzige Meldung vor.

Laut Josef Flesch vom Fackelbauteam gibt es mehr als zehn Zusagen. Christoph Oberbach ist sicher: Erstmals seit Jahren wird der Bürgerschützenverein (BSV) Grevenbroich zum Auftakt des Schützenfests mit einer zweistelligen Zahl eigener Großfackeln aufwarten lassen. Den Fackelzug nannte Präsident Dr. Peter Cremerius als eines der Highlights, die das Grevenbroicher Schützenfest zum „gesellschaftlichen und kulturellen Höhepunkt“ jeden Jahres machten.

Traditionen müssten sich zwar einerseits fortentwickeln, doch gibt es für Cremerius auch Grenzen, wie er bei der Jahreshauptversammlung sagte: Bei Neuerungen sollte sich der Verein „auf das schützenfestliche Brauchtum beschränken und nicht verzetteln.“ Schützenvorstände dürfen für Peter Cremerius „nicht zu Event-Managern mutieren“. Wie er in seinem Ausblick auf 2015 deutlich machte, soll die große – und 95 Jahre alte – Königskette des Bürgerschützenvereins künftig nur bei heimischen Terminen getragen werden. Für „Auswärtsspiele“ sollen die Könige sich ausschließlich der hierfür bestimmten und dank einer großzügigen Spende der Gesellschaft „Lebensfreude“ deutlich aufgewerteten „Arbeitskette“ bedienen. Für den Festball am Sonntagabend wird ein neues Konzept überlegt, welches im Rahmen der Zugführerbesprechung vorgestellt werden soll.

Diskutiert wird bei den Bürgerschützen auch das künftige Geschick des Biwaks. Der Sprecher des Arbeitskreises Biwak, Franz-Josef Esser, machte in seinem Situationsbericht deutlich, dass es für Außenstehende kaum mehr zu erkennen sei, dass es sich um eine Veranstaltung des BSV handele. Daher sollte das Biwak wieder ein Fest von Schützen für Schützen werden. Hier solle in Zukunft mit speziellen Angeboten „zurück zu den Wurzeln“ der einzelne Schütze einbezogen werden. Vorgesehener Veranstaltungsort für das Jahr 2015 sei der Platz der Republik.

Peter Cremerius betonte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Dem BSV gelinge es, jährlich bis zu drei neue Züge zu präsentieren, was „lebensnotwendig“ für den Verein sei. Besonders erfreulich ist es für Cremerius, dass die neuen Züge oft Namen von Traditionszügen übernehmen, was deren Fortbestehen sichert. Jüngstes Beispiel ist die Nachwuchstruppe des Jägerzugs Graf Kessel, die am 13. März beim Oberstehrenabend vorgestellt wird.

Oberst Joachim Schwedhelm ermahnte die Schützen, beim Fackelzug noch brennende Fackeln nicht an den Straßenrand, sondern in die fünf aufgestellten Sandfässer zu werfen. Angesichts von Disziplinlosigkeiten 2014 kündigte er intensive Kontrollen an – im Notfall will er einzelne Schützen oder ganze Züge vom Fackelzug auszuschließen.

Schatzmeister Manfred Wosnitza konnte für 2014 schwarze Zahlen vermelden, obwohl die notwendige Rundumerneuerung des Schießstands ihre Spuren hinterlassen hat.

Bernhard Oberbach (Jägerzug „Die Höösche“) konnte mitteilen, dass zur Aktion „Schützen- und Brauchtumswald“ eine Summe von 7.600,– € als Spenden eingegangen sind. Am 12.12.2014 konnten daher 140 Bäume auf dem dafür vorgesehenen Areal gepflanzt werden. Er bedankte sich unter großem Applaus bei allen Spendern.

Mit vom Präsidenten überbrachten Grüßen des erkrankten Schützenkönigs Victor I. Göbbels und dem Singen des Grevenbroicher Heimatlieds endete die Versammlung.

Mit Material von ngz-online.de (S.M.)