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S.M. Wolfgang I. Brocker und Königin Meggi Leicht

Wolfgang I. Brocker und Meggi Leicht regieren die Stadtmitte

Standing Ovations und ein emotionales Liebesgeständnis: Der Abschied von Julian Flintz und Leonie Wilms rührte das ganze Festzelt. Im Anschluss wurden Wolfgang Brocker und Meggi Leicht feierlich in ihr Amt erhoben. Am Rande der Krönung gab es auch noch eine Überraschung.

Nach und nach füllte sich am Dienstagabend das Festzelt. Gekommen waren nicht nur die Schützen des BSV 1849 Grevenbroich, sondern auch die befreundeten Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet, um das Finale des Schützenfestes würdig zu feiern. „Es ist jedes Jahr aufs Neue ein trauriger und ein freudiger Tag zugleich“, sagte Jan Wosnitza, Schriftführer des BSV. Er richtete seinen Blick auf das scheidende Königspaar, Julian Flintz und Leonie Wilms, die gemeinsam mit dem neuen Königspaar Wolfgang Brocker und Meggi Leicht und deren Hofstaat auf der Bühne saßen.

Für das scheidende Königspaar gab es viel Applaus und stehende Ovationen der Schützen. „Ihr habt unseren Verein im gesamten Stadtgebiet von Tag eins an bestens repräsentiert“, sagte Präsident Detlef Bley. Dass Julian Flintz als jüngster Schützenkönig in die BSV-Geschichte eingeht, durfte auch an diesem Abend nicht fehlen. „Schaut euch die beiden doch mal an, sie haben die königliche Grundausbildung mit Bravour absolviert“, resümierte der Präsident. „Ihr seid ein großer Gewinn für den BSV und werdet mir fehlen“, fügte er hinzu.

Seine Worte berührten. Das zeigte sich, als Flintz selbst ans Mikrofon trat. Nachdem er sich beim Vorstand, seinem Jägerzug „Sankt Sebastian“ und seiner Familie für das eindrucksvolle Jahr bedankte, flossen die ersten Tränen. „Es war eine sehr besondere Zeit“, so der scheidende König. Seine letzten Worte richtete er an Leonie: „Auch wenn es teilweise stressig war und wir uns manchmal uneinig waren, du warst immer an meiner Seite, ich liebe dich!“

Nachdem Julian Flintz seine Königsnadel angesteckt bekommen hat, ging es in den feierlichen Teil des Abends über. Emotional blieb es weiterhin: Wolfgang I. Brocker und Meggi Leicht wurden inthronisiert, Brocker trägt nun das Königssilber. Der neue Regent gelobte dem Regiment die Treue – und Königin Meggi ließ den König hochleben. Dafür gab es einmal mehr stehende Ovationen und kräftigen Applaus.

Mit dem 22. Schuss hatte der 52-jährige Wolfgang Brocker den Vogel im Juli von der Stange geholt. Im Schießwettbewerb konnte er sich unter anderem gegen seinen Zugkameraden Dominik Wegener durchsetzen, der nun mit seiner Frau Susanne Wegener das Königspaar als Adjutantenpaar unterstützen wird. Wegener war im Jahr 2015 Schützenkönig gewesen.

Wolfgang Brocker wurde 1972 in Grevenbroich geboren und schon lange im Brauchtum aktiv: Mit 17 Jahren gründete er die „Schlossstadt-Schützen“ mit, vor etwa einem Jahr fand er dann seine Heimat im Jägerzug „Waldeslust“. Der Zug feiert sein 40-jähriges Bestehen und stellt nun zum dritten Mal den König.

Meggi Leicht wurde von Präsident Detlef Bley als „Ur-Frimmersdorfer Mädchen“ vorgestellt, die wohl keine Sekunde gezögert habe, das Amt der Königin anzunehmen. Die neuen Royals seien „absolute Familienmenschen“: Sie haben insgesamt acht Enkel im Alter von sechs bis 30 Jahren, wovon so einige auch im Hofstaat vertreten sind.

Als nach der Krönung auch bei Wolfgang Brocker und Meggi Leicht Tränen flossen, reichte ihnen Julian Flintz Taschentücher. „Leonie und Julian, unsere Anerkennung gilt euch“, sagte der neue König in seiner Rede. „Auf uns wartet eine stressige Zeit, auf die wir uns sehr freuen“, so Brocker weiter.

Wolfgang Brocker und Meggi Leicht sind das neue BSV-Kronprinzenpaar

Als kräftige Salutschüsse aus der Kanone des Bürgerschützenvereins donnerten, machte die frohe Kunde in der Stadtmitte rasch die Runde: Auch im 176. Jahr seines Bestehens geht der BSV mit einem neuen Kronprinzenpaar an den Start. Mit dem 22. Schuss hat der 52-jährige Wolfgang Brocker vom Jägerzug „Waldeslust“ das hölzerne Federvieh beim Königsvogelschuss am Samstagabend von der Stange geholt. Im Schießwettbewerb konnte er sich gegen seine Zugkameraden Dominik Wegener und Frank Neuhaus durchsetzen.

BSV Grevenbroich trauert um Lothar Zimmermann

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod unseres Ehrenvizepräsidenten Lothar Zimmermann bekannt.

Lothar Zimmermann wurde 1948 im thüringischen Jena geboren, jedoch verschlug es die Familie im Zuge der Kriegs- und Nachkriegswirren nach Grevenbroich-Allrath. Im Jahr 1978 wurde Lothar Zimmermann passives Mitglied des BSV Grevenbroich und war 1982 Mitbegründer des Marinezugs „Klabautermann“, dessen Schriftführer er viele Jahre lang war.

Nachdem er bereits im Jahr 2001 Schützenkönig in Allrath war, krönte er seine Schützenlaufbahn, indem er das Amt des Schützenkönigs in der Stadtmitte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Barbara Schmidt im Jahr 2003/2004 übernahm.

Über das Königsamt hinaus bekleidete Lothar Zimmermann von 2006 bis 2018 das Amt des BSV-Vizepräsidenten, welches er als nimmermüder „Außenminister“ auf besondere Weise mit Leben füllte. Hierfür wurde er vom Verein zum Ehrenvizepräsidenten ernannt.  Auch im Rahmen der Grevenbroicher Präsidentenrunde bekleidete er viele Jahre das Amt des Vizepräsidenten und wurde hierfür mit dem Titel des Ehrenvizepräsidenten ausgezeichnet.

Lothar Zimmermann verstarb im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet. Mit ihm verliert der BSV Grevenbroich und das gesamte Brauchtumswesen der Stadt eine prägende, von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die das Vereinsleben und die Brauchtumspflege weit über die Grenzen des Vereins hinaus mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

143. Pokalschießen: Bernardus schlägt die Scheibenschützen

Seriensieger entthront: In einem spannenden Wettkampf entschied der Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ das diesjährige BSV-Pokalschießen erstmals für sich und verwies den Favoriten Jägerzug „Scheibenschützen“ mit zwei Ringen Differenz auf Platz zwei.

Schießstand 2024Für den Sieg in der Mannschaftswertung reichten dem Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ 228 Ringe, womit sie die Gastgeber und Titelverteidiger des Jägerzuges „Scheibenschützen“ mit 226 Ringen um zwei Punkte übertrafen und sich so den Pokal nebst Siegprämie sicherten. Danach wurde es knapp: Den dritten Platz errang das Team des BSV-Vorstands mit 220 Ringen, gefolgt vom Jägerzug „Löstige Jonge 2017“ mit 219 Ringen. Der fünfte Platz wurde durch das bessere Schussbild entschieden: Der Jägerzug „Noh’besch Jonge“ errang Platz 5 vor dem Jägerzug „St. Hubertus“ mit 216 Ringen.

Im Wettbewerb der Einzelschützen war ebenfalls ein Mitglied von Sankt Bernardus erfolgreich: Mit 48 von 50 Ringen sicherte sich  der BSV-Schriftführer Jan Wosnitza durch das beste Schussbild vor seinen Mitbewerbern den Titel des besten Schützen insgesamt, den Orden für den Besten Schützen unter 27 Jahren sicherte sich Cedric Kleinschmidt vom Jägerzug „Löstige Jonge“ mit 47 Ringen.

Den Sonderpreis für die Mannschaft welche nach mindestens fünf Jahren Wettebewerbs-Pause wieder antrat geht dieses Jahr an das Team vom Königszug „St. Sebastian“.

Die Ehrenscheibe vom Schießen der Zugkönige 2025.

Die Ehrenscheibe vom Schießen der Zugkönige 2025.

Ein wirklich ein knappes Rennen war es dieses Jahr zwischen dem ersten und zweiten Platz um die Ehrenscheibe beim Zugkönigsschiessen. Gerade mal 2 mm machten hier den Unterschied. Sieger wurde Mischa Koch vom Jägerzug „St. Sebastian“ der sich damit vor Dirk Holl vom Jägerzug „Met Freud‘ dabei“ durchsetzte. Zu allen diesen Erfolgen gratulieren wir sehr herzlich.

Insgesamt bedanken wir uns auch im Namen des Jägerzuges „Scheibenschützen“ bei 121 Teilnehmern am diesjährigen Pokalschießen. Es war eine gelungene Veranstaltung in den ehrwürdigen Räumen des Schießstands am Alten Schloss.

Die offizielle Liste des BSV-Pokalschießens mit den kompletten Ergebnissen aller teilnehmenden Schützen und Vereine können sie als PDF hier herunterladen.

Die Gewinner der Wettbewerbe werden wie immer im Rahmen des BSV-Königsvogelschusses am 5. Juli offiziell geehrt.