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Regimentsbefehl 2017 veröffentlicht

Der Regimentsbefehl 2017

Der Regimentsbefehl 2017

Die Tage bis zum Schützenfest fliegen dahin und somit ist es höchste Zeit, dass die Zugführer des Grevenbroicher Regiments sich an die Erstellung der Zugbefehle begeben können.

Wie bereits von Oberst Joachim Schwedhelm auf der Zugführerbesprechung angekündigt, wird es in diesem Jahr einige Neuerungen bzw. Änderungen im Ablauf geben. Im Einzelnen sind dies:

  1. Das Einschießen des Schützenfestes findet auch dieses Jahr wieder im Stadtpark hinter dem Museum Villa Erckens statt.
  2. Der diesjährige Schützenfest-Gottesdienst findet am Sonntag, den 3.9.2017, wie bereits im Vorjahr in der katholischen Kirche St. Peter und Paul statt.
  3. Damit es nach der reibungslosen Regimentsabnahme des vergangenen Jahres nicht wieder zu Komplikationen kommt, gibt es auch dieses Jahr Sonderseiten mit Hinweisen zum Ablauf.
  4. Die Antretezeiten und Zugwege haben sich bewährt, so dass es keine Veränderungen geben wird.
  5. Der Krönungsball beginnt dank der Zugwegverkürzung wie bereits in den Vorjahren um 19.30 Uhr, also eine Stunde eher als bisher. Für die Zugdamen und Gäste: der Einmarsch ist für 19.15 Uhr geplant.

Der Regimentsbefehl kann HIER heruntergeladen werden.

Die bisherigen Träger des Grevenbroicher Oberstordens.

Georg Winkler erhält Oberstorden

Regimentsoberst Joachim Schwedhelm hat seinen Adjutanten Georg Winkler mit dem begehrten Oberstehrenorden ausgezeichnet.

Oberst Joachim Schwedhelm mit seinem Adjutanten oder diesjährigen Oberstordensträger Georg Winkler

Oberst Joachim Schwedhelm mit seinem Adjutanten oder diesjährigen Oberstordensträger Georg Winkler

Der Mann mit dem markanten Bart gilt als ein Verfechter klarer Worte – eine Eigenschaft, die viele Schützen an ihm schätzen. Doch das ist nicht das einzige, was Georg Winkler auszeichnet. „Er ist ein versierter Reiter und eine Art Motor unter den Stabsoffizieren„, sagte Schützenoberst Joachim Schwedhelm jetzt beim zehnten Oberst- und Schützenabend im Rittersaal des Alten Schlosses, bei dem er seinen Adjutanten Georg Winkler mit dem begehrten Oberstehrenorden auszeichnete. Bis zum Schluss hatte der 69-jährige Joachim Schwedhelm, der momentan seine letzte Amtszeit als Oberst genießt, streng unter Verschluss gehalten, wer den hohen Orden erhält.

Aus seiner Sicht hat Georg Winkler den Orden auch deshalb verdient, weil er einer der Schützen ist, der mit anpackt, wenn es etwa um den Aufbau von Zeltgarnituren geht. Er stehe stets bereit – und außerdem könne er extrem ehrgeizig sein. Das habe sich gezeigt, als er für sein Amt als Adjutant das Reiten gelernt habe. „In seiner ersten Reitstunde war Georg vom Pferd gestürzt und zog sich einen komplizierten Armbruch zu“, erzählte Joachim Schwedhelm in seiner Rede. „Kaum genesen, saß er erneut auf und zeigte dem Pferd, wer die Zügel in den Händen hält.“ Für Winkler dürfte die Auszeichnung eine große Ehre sein, schließlich arbeitet er seit langer Zeit mit Oberst Schwedhelm zusammen.

Peter Reibel erhielt die Oberstehrennadel.

Peter Reibel erhielt die Oberstehrennadel.

Darüber hinaus zeichnete Schwedhelm mit Peter Reibel den langährigen „Haus- und Hofjuwelier“ des BSV Grevenbroich aus. Nicht nur die schmuckvollen Königsorden, sondern auch die neue „Ausgehkette“ des BSV stammt aus seiner Werkstatt – für diese Leitung wurde Reibel, eigentlich Hemmerdener Schütze, mit der Oberstehrennadel geehrt.

Zu guterletzt ließ Schwedhelm, Schütze des Jägerzuges Graf Kessel, die jungen Schützen „seines“ Jägerzuges Graf Kessel 2015 antreten und überreichte ihnen für ihre Leistungen um die Fortführung der Tradition und ihre stete Hilfsbereitschaft eine Oberstehrennadel.

Die Mitglieder des Jägerzugs "Graf Kessel 2015" erhielten die Oberstehrennadel.

Die Mitglieder des Jägerzugs „Graf Kessel 2015“ erhielten die Oberstehrennadel.

Doch bei aller Freude gab es auch traurige Momente beim Schützenabend im Alten Schloss: So brachte Schwedhelm stellvertretend für alle Schützen seine Trauer über den Tod des Schatzmeisters Manfred Wosnitza zum Ausdruck. Schwedhelm würdigte den Einsatz seines völlig überraschend verstorbenen Kameraden, der leidenschaftlich für das Schützenwesen gebrannt hatte. Seine Frau Jutta ergriff schließlich das Wort und dankte allen 180 Schützen, die am Abend im Schloss waren, für die „große Welle der Anteilnahme“.

Schützenkönig Manfred Dörenkamp betonte, dass Freude und Leid eng beieinanderliegen können. Und so stießen die Schützen – sicherlich auch im Sinne von Manfred Wosnitza – beim Oberstabend auch auf den Start in die Schützen-Saison an. Erfreulich: Vier junge Männer aus der „dritten Abteilung“ der Edelknaben sind gerade dabei, einen neuen Zug zu gründen.

Mit Material von NGZ Online | Fotos: J. Wosnitza

BSV-Jahreshauptversammlung 2017

Schützen für Mitsprache in Sachen Kirmesplatz

Die Mehrheit der Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. haben deutlich gemacht, dass sie ihre Kirmes weiterhin am alten Standort feiern wollen. Die Botschaft an Politik und Verwaltung: Sie möchten aktiv in die Diskussion um eine Neugestaltung einbezogen werden.

Thema des Abends war die Diskussion um die mögliche Verlegung des Kirmesplatzes, wozu ein Antrag von Achim Mikulla und elf weiteren Schützen vorlag. Schon 2006 hatten sich die Schützen für einen Erhalt des Kirmesplatzes am alten Standort ausgesprochen. „An dieser Sachlage hat sich nichts verändert“, sagte Peter Cremerius. Als Präsident müsse er die Zukunft des BSV im Blick behalten.

Bürgermeister Klaus Krützen, der Gast der Versammlung war, sagte eine „höchstmögliche Bürgerbeteiligung“ zu, es werde „keine Nacht- und Nebelaktion“ geben. Was die Neugestaltung des Geländes nach dem Abriss von Grundschule und Tagesstätte betreffe, seien noch keine Pflöcke eingeschlagen worden. „Nichts ist entschieden, es gibt keine zeitliche Planung, keinen Handlungsdruck“, sagte Krützen.

Wie Cremerius wies auch Bürgermeister Krützen angesichts der Menschenmassen, die sich vor allem Samstagsabends durch die Budengasse an der Graf-Kessel-Straße zwängen, auf den Sicherheitsaspekt hin: „Ist das noch verantwortbar, ist der Standort auf Dauer noch durchführbar“, fragte er. BSV-Geschäftsführer Mario Straube geht davon aus, dass sich die Auflagen nach dem Lkw-Anschlag in Berlin sogar weiter verschärfen werden. Er sei gegen eine Verlegung des Kirmesplatzes – aber: „Der Vorstand steht in der Pflicht, sich mit der Zukunft des Vereins zu beschäftigen.“ In einer lebhaften Diskussion äußerten sich viele Gegner, aber auch einige Befürworter einer Schützenplatz-Verlegung zum Hagelkreuz.

Nach mehrstündiger, zum Teil emotional geführter Diskussion gab es ein einstimmiges Votum der Bürgerschützen: Der Vorstand um Peter Cremerius soll alle Möglichkeiten nutzen, um den Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße zu erhalten. Dafür sprachen sich 212 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung aus, fünf enthielten sich ihrer Stimme. Und: Über Alternativen soll künftig offen diskutiert werden. Über jegliche Entwicklung muss der Vorstand regelmäßig informieren. Der Beschluss im Wortlaut:

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V., vertreten durch den Vorstand, wird beauftragt, im stetigen Kontakt mit der Stadtverwaltung Grevenbroich zu bleiben und alle Möglichkeiten zu prüfen, dass im Sinne des Wunsches der Schützen der Kirmes- und Schützenplatz am alten Platz erhalten bleibt.
Möglichkeiten der Alternativen sollen im Rahmen der Mitgestaltung öffentlich diskutiert werden.
Über die Entwicklung zu diesem Thema werden die Mitglieder dann regelmäßig alle 6 Monate über die Schützenpost informiert.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon fünf Züge Großfackeln bauen wollen. Zur besseren Koordinierung kündigte der Fackelbaubeauftragte ein Treffen kurz vor dem Schützenfest an. Oberst Joachim Schwedhelm bedankte sich bei den Schützen für die reibungslose Durchführung des vergangenen Schützenfestes und kündigte an, dass für dieses Jahr keine Änderungen im Ablauf vorgesehen seien.

Detlef Bley, Vorsitzender des Fördervereins des BSV, blickte auf eine gelungene Durchführung des Turmfestes und des Schützenbiwaks zurück. Das Konzept des im Jahr 2015 neu gestarteten Biwaks hat sich bewährt und wird auch 2017 ohne wesentliche Änderungen umgesetzt. Züge, die sich am Ablauf des Biwaks mit einbringen wollen, bat er sich spätestens bis zum 1.4.2017 beim Förderverein zu melden.

Zuletzt wies Präsident Dr. Peter Cremerius auf die Jahreshauptversammlung 2018 hin, auf der die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes ansteht. Hier werden er und Oberst Joachim Schwedhelm nicht wieder antreten. Mitglieder des BSV Grevenbroich, die sich für den Verein engagieren und sich zur Wahl für eines der Ämter stellen wollen, sollten sich rechtzeitig beim geschäftsführenden Vorstand melden.

Mit dem Grußwort von Schützenkönig Manfred I. Dörenkamp und den Klängen des Heimatliedes endete die Jahreshauptversammlung um 23.10 Uhr.

Mit Material von NGZ-Online

Schützenhilfe für die Kriegsgräber

Zu einem etwas anderen „Aktionstag“ hatte BSV-Oberst Joachim Schwedhelm Ende September aufgerufen: Es galt, Grabmale des Gräberfeldes des 2. Weltkrieges auf dem städtischen Friedhof zu reinigen und zu konservieren – und die Helfer hatten reichlich zu tun.

Auch Schützenkönig Manfred Dörenkamp packte zusammen mit Adjutant Josef Flesch mit an.

Auch Schützenkönig Manfred Dörenkamp packte zusammen mit Adjutant Josef Flesch mit an.

Insgesamt 32 Helfer folgten dem Ruf des Regimentskommandeurs. Mitgemacht haben die Reservisten Grevenbroich um Initiator Joachim Schwedhelm, BSV-Schützenkönig Manfred Dörenkamp mit Tochter und seinem Adjudantenpaar vom Jägerzug „Noh’besch Jonge“, die „Gesellschaft Lebensfreude“, der Grenadierzug „Erftgrafen“, Ex-Majestät Victor Göbbels, zwei Schützenfrauen und elf BSV-Nachwuchsschützen mit Jugendbetreuer Ulrich Herlitz. Zum Abschluss gab es für alle eine vom BSV gestiftete Erbsensuppe.

43 Grabplatten für Zwangsarbeiter, davon alleine vier von Kindern, die nur ein, zwei oder sieben Jahre alt werden durften, wurden gereinigt. Die Zwangsarbeiter wurden überwiegend aus der Sowjetunion verschleppt und mussten vornehmlich für die Industrie – wie Erckens, Maschinenfabrik oder Erftwerk – Zwangsarbeit leisten. Sie litten und starben oft an den widrigen Bedingungen, Hunger, Kälte und unmenschliche Arbeitsbedingungen. Kinder, die geboren wurden, hatten oftmals keine Chance auf ein Überleben.

Oberst Joachim Schwedhelm und die Edelknaben erhalten eine Stärkung

Oberst Joachim Schwedhelm und die Edelknaben erhalten eine Stärkung

Auf dem Kriegsgräberfeld WWII sind neben einem unbekannten Soldaten vor allem auch Opfer des großen und die Innenstadt verheerend getroffenen Februar-Bombenangriffs auf Grevenbroich 1945 und gefallene, heimgeholte Soldaten aus Grevenbroich beigesetzt. Insgesamt gibt es 103 Kreuze, im Eingangsbereich sind zahlreiche weitere Opfer – Vermisste, Gefallene und zivile Bombenopfer – auf acht Gedenksteinen aufgelistet, die im vergangenen Jahr bereits auf Initiative des BSV restauriert wurden.

Die Grevenbroicher Reservisten halfen ebenfalls bei der Restauration. Foto: Gerhard Müller

Die Grevenbroicher Reservisten halfen ebenfalls bei der Restauration. Foto: Gerhard Müller

Das Reinigen selbst hat unter allen Helfern, auch den Jungs von Schützenjugend und Edelknaben, dazu beigetragen, sich über Krieg und Gewalt Gedanken zu machen. An diesem Vormittag wurde viel darüber gesprochen. Um die Gräber zu reinigen, musste man sich bücken… und auch verneigen. Das haben die Soldaten und die vielen Helfer vor allen Opfern von Krieg an diesem Samstag getan – und sicher einen kleinen Beitrag zu Versöhnung und Frieden auch über den Gräbern geleistet.

Es gibt auf dem Grevenbroicher Friedhof noch ein weiteres Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges und ein Kreuz für die belgischen und französischen Opfer der Besatzungszeit nach dem ersten Weltkrieg. Die dort beigesetzten wurden bis 1923 exhumiert und in ihren Heimatländern beigesetzt.

Edelknabenleiter Ulrich Herlitz wird nun im Auftrag und für den BSV eine Dokumentation der Kriegsgräberanlagen zusammenstellen; diese soll dann in geeigneter Form veröffentlicht werden.

Victor Göbbels erhält Oberstorden

Letztjährige Majestät wird stellvertretend für das Engagement für Verein und Schützenturm geehrt.

Mehr als 200 Schützen kamen am Freitagabend zur ersten offiziellen Veranstaltung des Bürgerschützenvereins Grevenbroich in diesem Jahr in den Rittersaal des Alten Schlosses. Oberst Joachim Schwedhelm hatte zum Oberstehrenabend geladen. Höhepunkt war die Verleihung des neunten Oberstordens an Victor Göbbels.

Um den Rittersaal für den Abend nutzen zu können, mussten einige Schützen mit anpacken. „Der Saal wird zurzeit als Essensausgabe für die Flüchtlingsunterkunft genutzt. Wir haben den Saal ausgeräumt und bis Samstagmorgen auch wieder hergerichtet“, sagte Schwedhelm. Präsident Dr. Peter Cremerius wies in seiner Begrüßung auf die verheerende Lage der Flüchtlinge hin. „Traditionell sind die Schützen immer hilfsbereit gewesen. Ich fordere alle Schützen der Stadt auf, die Augen nicht vor dem Leid der Flüchtlinge zu verschließen.“ Neben den Schützen aus der Stadtmitte waren Vertreter aus vielen Stadtteilen gekommen. „Der Oberstehrenabend soll nicht nur eine Einstimmung auf die Schützenfestsaison sein. Es sollen auch Probleme und gemeinsame Themen besprochen werden. Denn Schützen sollten zusammenhalten“, erklärte Schwedhelm.

Das „Wir-Gefühl“ will auch Ex-König Victor Göbbels stärken. Der 48-Jährige bekam feierlich den Oberstorden von Joachim Schwedhelm verliehen. „Für sein Engagement für den Verein, aber auch vor allem für die Gestaltung und Schaffung eines Schützenbaums hat er diesen Orden mehr als verdient“, so Schwedhelm. Göbbels widmete den Orden jedoch dem ganzen zehnköpfigen Team, das beim Bau des Schützenturms an der Sparkasse geholfen habe. „Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Als nächstes richten wir die Grünanlage rund um den Turm her. Es gibt auch Planungen, den Turm in gewisser Weise an die Erft anzubinden“, erklärte Göbbels und warb für das Turmfest am 23. April im Rahmen des City-Frühlings. „Wir wollen dort alle gemeinsam feiern. Der Turm steht für alle Schützen in Grevenbroich“, sagt Göbbels.

Eine weitere Ehrung wurde verschoben. Die Schützen wollten Ex-Bürgermeisterin Ursula Kwasny als Ehrenmitglied aufnehmen. Doch sie ist im Urlaub. „Spätestens beim Schützenfest werden wir die Ehrung aber nachholen“, versichert BSV-Pressesprecher Peter Eysen.

Text: ngz-online.de / Sebastian Draxl

BSV ernennt Ursula Kwasny zum Ehrenmitglied

BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius skizzierte bei der Jahreshauptversammlung die Zukunft des Grevenbroicher Kirmesplatzes.

Ursula Kwasny ist jetzt Ehrenmitglied des Bürgerschützenvereins Grevenbroich. Bei der Jahreshauptversammlung im Forum des Grevenbroicher Pascal-Gymnasiums wurde die ehemalige Bürgermeisterin mit Mehrheit gewählt. Präsident Dr. Peter Cremerius hatte zuvor die Verdienste der im Oktober ausgeschiedenen Verwaltungschefin hervorgehoben, sie habe stets ein offenes Ohr für die Schützen gehabt, auf sie sei Verlass gewesen. Neben Ursula Kwasny tragen Altbürgermeister Erich Heckelmann und der ehemalige Südstadt-Pastor Eduard Gijsen die Ehrenmitgliedschaft des BSV.

Mit dem abgelaufenen Schützenjahr ist der Vorstand größtenteils zufrieden. An der Choreographie der neuen Regimentsabnahme auf der Lindenstraße müsse jedoch noch gefeilt werden, sagte Oberst Joachim Schwedhelm: „Das hat nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Einiges sei noch verbesserungsbedürftig. Etwa die Länge der Front, die vom Königspaar und den Ehrengästen abgeschritten wird. Sie habe sich im Vorjahr bis zum Hagelkreuz gezogen – das sei deutlich zu lang. Bei seiner Klausurtagung im März will der BSV-Vorstand ein Konzept für eine kürzere Regimentsabnahme und einen zügigen Anschluss an die Parade entwickeln.

Was die Zukunft des Kirmesplatzes betrifft: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Platz verlegt wird“, sagte Peter Cremerius. Mit dem künftig anstehenden Abriss der katholischen Grundschule und des Kindergartens am Hartmannweg entstehe im Zentrum ein neues, attraktives Areal für die Wohnbebauung. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dieses Gelände ausschließlich für vier Tage Schützenfest frei gehalten wird“, meinte der Präsident.

Die Alternative liege am Hagelkreuz, die dort freie Fläche sei vier Mal so groß wie der heutige Kirmesplatz und biete die Möglichkeit, neue und größere Fahrgeschäfte anzusiedeln – dies habe auch „einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Vereins“, so Cremerius. Wegen der Sicherheitsauflagen habe die derzeitige Budengasse viel an Atmosphäre eingebüßt, zudem gebe es keine Möglichkeiten, das Festzelt zu erweitern. „Eine Veränderung kann auch eine große Chance für das Brauchtum sein“, sagte Peter Cremerius. Der Vorstand selbst plane zwar keine Verlegung, das Thema komme aber in den nächsten Jahren auf den Verein zu.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon sieben Züge Großfackeln bauen wollen. Der Fackelbaubeauftragte geht davon aus, dass im September mehr als zehn bunte Lichterwagen mit von der Partie sein werden. Neu gegründet hat sich der Förderverein für den BSV, der unter der Leitung von Detlef Bley steht. Die zurzeit 22 Mitglieder werden künftig die Organisation des Schützenbiwaks und anderer Veranstaltungen übernehmen. Dazu zählt auch das „Turmfest“, das während des City-Frühlings (23./24. April) rund um den neuen Schützenturm gefeiert werden soll.

Quelle: Wiljo Piel / NGZ Online

Zehn eigene Großfackeln zum Schützenfest

Für das Schützenfest am ersten September-Wochenende lässt sich einiges erwarten: Bereits sieben Großfackeln sind beim Fackelbaubeauftragten Christoph Oberbach gemeldet worden – vor zwölf Monaten lag zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung keine einzige Meldung vor.

Laut Josef Flesch vom Fackelbauteam gibt es mehr als zehn Zusagen. Christoph Oberbach ist sicher: Erstmals seit Jahren wird der Bürgerschützenverein (BSV) Grevenbroich zum Auftakt des Schützenfests mit einer zweistelligen Zahl eigener Großfackeln aufwarten lassen. Den Fackelzug nannte Präsident Dr. Peter Cremerius als eines der Highlights, die das Grevenbroicher Schützenfest zum „gesellschaftlichen und kulturellen Höhepunkt“ jeden Jahres machten.

Traditionen müssten sich zwar einerseits fortentwickeln, doch gibt es für Cremerius auch Grenzen, wie er bei der Jahreshauptversammlung sagte: Bei Neuerungen sollte sich der Verein „auf das schützenfestliche Brauchtum beschränken und nicht verzetteln.“ Schützenvorstände dürfen für Peter Cremerius „nicht zu Event-Managern mutieren“. Wie er in seinem Ausblick auf 2015 deutlich machte, soll die große – und 95 Jahre alte – Königskette des Bürgerschützenvereins künftig nur bei heimischen Terminen getragen werden. Für „Auswärtsspiele“ sollen die Könige sich ausschließlich der hierfür bestimmten und dank einer großzügigen Spende der Gesellschaft „Lebensfreude“ deutlich aufgewerteten „Arbeitskette“ bedienen. Für den Festball am Sonntagabend wird ein neues Konzept überlegt, welches im Rahmen der Zugführerbesprechung vorgestellt werden soll.

Diskutiert wird bei den Bürgerschützen auch das künftige Geschick des Biwaks. Der Sprecher des Arbeitskreises Biwak, Franz-Josef Esser, machte in seinem Situationsbericht deutlich, dass es für Außenstehende kaum mehr zu erkennen sei, dass es sich um eine Veranstaltung des BSV handele. Daher sollte das Biwak wieder ein Fest von Schützen für Schützen werden. Hier solle in Zukunft mit speziellen Angeboten „zurück zu den Wurzeln“ der einzelne Schütze einbezogen werden. Vorgesehener Veranstaltungsort für das Jahr 2015 sei der Platz der Republik.

Peter Cremerius betonte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Dem BSV gelinge es, jährlich bis zu drei neue Züge zu präsentieren, was „lebensnotwendig“ für den Verein sei. Besonders erfreulich ist es für Cremerius, dass die neuen Züge oft Namen von Traditionszügen übernehmen, was deren Fortbestehen sichert. Jüngstes Beispiel ist die Nachwuchstruppe des Jägerzugs Graf Kessel, die am 13. März beim Oberstehrenabend vorgestellt wird.

Oberst Joachim Schwedhelm ermahnte die Schützen, beim Fackelzug noch brennende Fackeln nicht an den Straßenrand, sondern in die fünf aufgestellten Sandfässer zu werfen. Angesichts von Disziplinlosigkeiten 2014 kündigte er intensive Kontrollen an – im Notfall will er einzelne Schützen oder ganze Züge vom Fackelzug auszuschließen.

Schatzmeister Manfred Wosnitza konnte für 2014 schwarze Zahlen vermelden, obwohl die notwendige Rundumerneuerung des Schießstands ihre Spuren hinterlassen hat.

Bernhard Oberbach (Jägerzug „Die Höösche“) konnte mitteilen, dass zur Aktion „Schützen- und Brauchtumswald“ eine Summe von 7.600,– € als Spenden eingegangen sind. Am 12.12.2014 konnten daher 140 Bäume auf dem dafür vorgesehenen Areal gepflanzt werden. Er bedankte sich unter großem Applaus bei allen Spendern.

Mit vom Präsidenten überbrachten Grüßen des erkrankten Schützenkönigs Victor I. Göbbels und dem Singen des Grevenbroicher Heimatlieds endete die Versammlung.

Mit Material von ngz-online.de (S.M.)

Willkommen auf unserer Homepage

Sehr geehrte Besucher dieser Seiten,

das Schützenfest des Jahres 2017 nähert sich bereits mit Riesenschritten und eine ganze Stadt bereitet sich auf den jährlichen Höhepunkt des Vereinslebens vor. Mit dem größten Volks- und Heimatfest der Stadt Grevenbroich und auch im Umkreis steht der Bürgerschützenverein demnächst im Rampenlicht einer nicht geringen Besucherschar. So war es auch an der Zeit, unser Vereinsleben in einer sich verändernden Zeit in einem neuen Medium und einem neuen Design zu präsentieren.

S.M. Manfred II. und Königin Bettina Dörenkamp mit "Prinzessin" Greta

S.M. Manfred II. und Königin Bettina Dörenkamp mit „Prinzessin“ Greta

Traditionell findet das Schützenfest des Bürgerschützenvereines 1849 Grevenbroich e.V im ersten Wochenende im Monat September statt. In vorangegangenen Sitzungen hat der Vorstand Änderungen und Verbesserungen im organisatorischen Ablauf festlicher Aktivitäten beraten und beschlossen. Die Schützenzüge sind ebenfalls nicht untätig geblieben, auch hier sind die Festvorbereitungen in vollem Gange. Viele Schützenzüge bauen Großfackeln.

Das Schützenfest beginnt am Samstagabend mit dem Fackelzug. Die farbenprächtigen und illuminierten Fackeln werden wieder ein großer Publikumsmagnet sein. Der Höhepunkt am Sonntag ist der Festumzug der Schützen durch die Innenstadt. Die Schützenzüge begleiten das im Mittelpunkt stehende Königspaar

S.M. Manfred II. und Bettina Dörenkamp

Während des Festzuges fahren die Majestäten in einer weißen Kutsche und werden begleitet von bezaubernden Hofdamen. In der Breite Straße findet die Festparade statt. Die Schützenzüge marschieren, eskortiert durch Blumenhornträger und Musikkapellen, an den Majestäten vorbei. Es ist immer wieder ein farbenprächtiges Bild vor Tausenden von Zuschauern.

Der Frühschoppen am Montagmorgen hat sich längst zum Dämmerschoppen entwickelt. Hier treffen sich die Bürger und Bürgerinnen der Stadt, Jung und Alt, Offizielle und Inoffizielle zum zwanglosen Gespräch. Es ist eine Begegnungsmöglichkeit, auf die niemand verzichten möchte. Am Dienstag des Schützenfestes zieht noch einmal der Fackelzug durch die Stadt Grevenbroich. Nach dem Einmarsch der Schützen in das Schützenzelt folgt der gesellschaftliche Höhepunkt; die Krönung des neuen Königspaares. Das geschmückte Festzelt erwartet alle Schützen mit ihren Frauen. Königspaare benachbarter Vereine aus anderen Stadtteilen in festlichen Kleidern machen den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wir laden alle Grevenbroicher Bürgenrinnen und Bürger sowie alle Gäste herzlich zu unseren Veranstaltungen ein und freuen uns auf Ihren Besuch. Es lohnt sich immer wieder dabei zu sein, die Begegnung mit anderen zu suchen und in der Gemeinschaft miteinander zu feiern.

Unsere festlichen Aktivitäten stehen unter dem uns miteinander verbindenden Leitmotiv: für Bürgersinn und Heimattreue.

Günter Siemons erhält Oberstorden 2014

Gleich mehrere gute Nachrichten gab es auf dem Oberstabend des BSV Grevenbroich am Freitag, dem 14. März 2014 zu vermelden. So fand sich auch dieses Jahr mit Günter Siemons vom Jägerzug „Graf Kessel“ ein Träger des von Regimentschef Joachim Schwedhelm ausgelobten Oberstordens.

„Ausruhen können wir uns, wenn wir tot sind“, zitierte Schwedhelm in seiner Laudatio das Lebensmotto des ebenso tatkräftigen wie diskussionsfreudigen Grevenbroicher Urgesteins. Der Oberst würdigte aber nicht alleine Siemons‘ Rolle bei der Herstellung von liebevoll gestalteten Königsvögeln: In seinem Jägerzug „Graf Kessel“ sei er darüber hinaus lange Jahre der Motor des Fackelbaus gewesen, betonte Joachim Schwedhelm. Den Orden überreichte der Regimentschef „standesgemäß“, nämlich mittels eines von seinem Schwiegersohn Axel Holzhausen angefertigten Holzvogels. Auch nachdem der Schützenkönig der Saison 1994/95 und seine Frau Hannelore nach Ediger-Eller an die Mosel gezogen sind, hat Günter Siemons den BSV, das Schützenfest und seinen Jägerzug „Graf Kessel“ nicht aus den Augen verloren. „Ich habe für den Zug die Vögel bereits zehn Jahre im Voraus angefertigt“, sagte der 69-Jährige.

Die zweite gute Nachricht des Abends betraf ein Aushängeschild des gesamten Regiments: Den Fackelbau. Nachdem Präsident Peter Cremerius den Vertrag für die „Fackelbauhalle“ in Allrath kurz vor der Jahreshauptversammlung Anfang Februar hatte kündigen müssen, ist nun Schützenkönig Barthel Velder in die Bresche gesprungen. Velder wird den BSV-Fackelbauern einen Teil seiner neuen Halle zur Verfügung stellen, erklärte Cremerius jetzt unter großem Beifall beim Oberstabend im Alten Schloss. Fackeln werden darüber hinaus beim Zelteverleiher Barrawasser, beim Gas- und Wasserwerk sowie beim Landwirt Hans-Peter Fink in Laach gebaut.

Zur siebten Auflage des Oberstabends konnte Peter Cremerius viele Gäste aus befreundeten Vereinen willkommen heißen. Sein Gruß galt neben dem Königspaar Barthel und Manuela Velder insbesondere Pater Eduard Gijsen. Das BSV-Ehrenmitglied war aus Solingen angereist. Cremerius verwies auf das mit dem Oberstabend erreichte „Bergfest“ zwischen dem vergangenen und dem anstehenden Schützenfest, bei dem der BSV auf sein 165-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Seine Premiere wird dabei der neue Jägerzug „Thekentreu“ feiern: Christian Kaiser stellte den von Simon Ebel und Nikolaus Reinartz angeführten Zug vor, der sich im Dezember gegründet hat. Die neun Mitglieder im Alter von 16 bis 19 Jahren wurden vorab in der Gaststätte „Waldesruh“ vom Vorstand offiziell in den BSV aufgenommen.