Schlagwort-Archiv: Jahreshauptversammlung

BSV-Jahreshauptversammlung 2017

Schützen für Mitsprache in Sachen Kirmesplatz

Die Mehrheit der Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. haben deutlich gemacht, dass sie ihre Kirmes weiterhin am alten Standort feiern wollen. Die Botschaft an Politik und Verwaltung: Sie möchten aktiv in die Diskussion um eine Neugestaltung einbezogen werden.

Thema des Abends war die Diskussion um die mögliche Verlegung des Kirmesplatzes, wozu ein Antrag von Achim Mikulla und elf weiteren Schützen vorlag. Schon 2006 hatten sich die Schützen für einen Erhalt des Kirmesplatzes am alten Standort ausgesprochen. „An dieser Sachlage hat sich nichts verändert“, sagte Peter Cremerius. Als Präsident müsse er die Zukunft des BSV im Blick behalten.

Bürgermeister Klaus Krützen, der Gast der Versammlung war, sagte eine „höchstmögliche Bürgerbeteiligung“ zu, es werde „keine Nacht- und Nebelaktion“ geben. Was die Neugestaltung des Geländes nach dem Abriss von Grundschule und Tagesstätte betreffe, seien noch keine Pflöcke eingeschlagen worden. „Nichts ist entschieden, es gibt keine zeitliche Planung, keinen Handlungsdruck“, sagte Krützen.

Wie Cremerius wies auch Bürgermeister Krützen angesichts der Menschenmassen, die sich vor allem Samstagsabends durch die Budengasse an der Graf-Kessel-Straße zwängen, auf den Sicherheitsaspekt hin: „Ist das noch verantwortbar, ist der Standort auf Dauer noch durchführbar“, fragte er. BSV-Geschäftsführer Mario Straube geht davon aus, dass sich die Auflagen nach dem Lkw-Anschlag in Berlin sogar weiter verschärfen werden. Er sei gegen eine Verlegung des Kirmesplatzes – aber: „Der Vorstand steht in der Pflicht, sich mit der Zukunft des Vereins zu beschäftigen.“ In einer lebhaften Diskussion äußerten sich viele Gegner, aber auch einige Befürworter einer Schützenplatz-Verlegung zum Hagelkreuz.

Nach mehrstündiger, zum Teil emotional geführter Diskussion gab es ein einstimmiges Votum der Bürgerschützen: Der Vorstand um Peter Cremerius soll alle Möglichkeiten nutzen, um den Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße zu erhalten. Dafür sprachen sich 212 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung aus, fünf enthielten sich ihrer Stimme. Und: Über Alternativen soll künftig offen diskutiert werden. Über jegliche Entwicklung muss der Vorstand regelmäßig informieren. Der Beschluss im Wortlaut:

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V., vertreten durch den Vorstand, wird beauftragt, im stetigen Kontakt mit der Stadtverwaltung Grevenbroich zu bleiben und alle Möglichkeiten zu prüfen, dass im Sinne des Wunsches der Schützen der Kirmes- und Schützenplatz am alten Platz erhalten bleibt.
Möglichkeiten der Alternativen sollen im Rahmen der Mitgestaltung öffentlich diskutiert werden.
Über die Entwicklung zu diesem Thema werden die Mitglieder dann regelmäßig alle 6 Monate über die Schützenpost informiert.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon fünf Züge Großfackeln bauen wollen. Zur besseren Koordinierung kündigte der Fackelbaubeauftragte ein Treffen kurz vor dem Schützenfest an. Oberst Joachim Schwedhelm bedankte sich bei den Schützen für die reibungslose Durchführung des vergangenen Schützenfestes und kündigte an, dass für dieses Jahr keine Änderungen im Ablauf vorgesehen seien.

Detlef Bley, Vorsitzender des Fördervereins des BSV, blickte auf eine gelungene Durchführung des Turmfestes und des Schützenbiwaks zurück. Das Konzept des im Jahr 2015 neu gestarteten Biwaks hat sich bewährt und wird auch 2017 ohne wesentliche Änderungen umgesetzt. Züge, die sich am Ablauf des Biwaks mit einbringen wollen, bat er sich spätestens bis zum 1.4.2017 beim Förderverein zu melden.

Zuletzt wies Präsident Dr. Peter Cremerius auf die Jahreshauptversammlung 2018 hin, auf der die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes ansteht. Hier werden er und Oberst Joachim Schwedhelm nicht wieder antreten. Mitglieder des BSV Grevenbroich, die sich für den Verein engagieren und sich zur Wahl für eines der Ämter stellen wollen, sollten sich rechtzeitig beim geschäftsführenden Vorstand melden.

Mit dem Grußwort von Schützenkönig Manfred I. Dörenkamp und den Klängen des Heimatliedes endete die Jahreshauptversammlung um 23.10 Uhr.

Mit Material von NGZ-Online

BSV ernennt Ursula Kwasny zum Ehrenmitglied

BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius skizzierte bei der Jahreshauptversammlung die Zukunft des Grevenbroicher Kirmesplatzes.

Ursula Kwasny ist jetzt Ehrenmitglied des Bürgerschützenvereins Grevenbroich. Bei der Jahreshauptversammlung im Forum des Grevenbroicher Pascal-Gymnasiums wurde die ehemalige Bürgermeisterin mit Mehrheit gewählt. Präsident Dr. Peter Cremerius hatte zuvor die Verdienste der im Oktober ausgeschiedenen Verwaltungschefin hervorgehoben, sie habe stets ein offenes Ohr für die Schützen gehabt, auf sie sei Verlass gewesen. Neben Ursula Kwasny tragen Altbürgermeister Erich Heckelmann und der ehemalige Südstadt-Pastor Eduard Gijsen die Ehrenmitgliedschaft des BSV.

Mit dem abgelaufenen Schützenjahr ist der Vorstand größtenteils zufrieden. An der Choreographie der neuen Regimentsabnahme auf der Lindenstraße müsse jedoch noch gefeilt werden, sagte Oberst Joachim Schwedhelm: „Das hat nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Einiges sei noch verbesserungsbedürftig. Etwa die Länge der Front, die vom Königspaar und den Ehrengästen abgeschritten wird. Sie habe sich im Vorjahr bis zum Hagelkreuz gezogen – das sei deutlich zu lang. Bei seiner Klausurtagung im März will der BSV-Vorstand ein Konzept für eine kürzere Regimentsabnahme und einen zügigen Anschluss an die Parade entwickeln.

Was die Zukunft des Kirmesplatzes betrifft: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Platz verlegt wird“, sagte Peter Cremerius. Mit dem künftig anstehenden Abriss der katholischen Grundschule und des Kindergartens am Hartmannweg entstehe im Zentrum ein neues, attraktives Areal für die Wohnbebauung. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dieses Gelände ausschließlich für vier Tage Schützenfest frei gehalten wird“, meinte der Präsident.

Die Alternative liege am Hagelkreuz, die dort freie Fläche sei vier Mal so groß wie der heutige Kirmesplatz und biete die Möglichkeit, neue und größere Fahrgeschäfte anzusiedeln – dies habe auch „einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage des Vereins“, so Cremerius. Wegen der Sicherheitsauflagen habe die derzeitige Budengasse viel an Atmosphäre eingebüßt, zudem gebe es keine Möglichkeiten, das Festzelt zu erweitern. „Eine Veränderung kann auch eine große Chance für das Brauchtum sein“, sagte Peter Cremerius. Der Vorstand selbst plane zwar keine Verlegung, das Thema komme aber in den nächsten Jahren auf den Verein zu.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon sieben Züge Großfackeln bauen wollen. Der Fackelbaubeauftragte geht davon aus, dass im September mehr als zehn bunte Lichterwagen mit von der Partie sein werden. Neu gegründet hat sich der Förderverein für den BSV, der unter der Leitung von Detlef Bley steht. Die zurzeit 22 Mitglieder werden künftig die Organisation des Schützenbiwaks und anderer Veranstaltungen übernehmen. Dazu zählt auch das „Turmfest“, das während des City-Frühlings (23./24. April) rund um den neuen Schützenturm gefeiert werden soll.

Quelle: Wiljo Piel / NGZ Online

Zehn eigene Großfackeln zum Schützenfest

Für das Schützenfest am ersten September-Wochenende lässt sich einiges erwarten: Bereits sieben Großfackeln sind beim Fackelbaubeauftragten Christoph Oberbach gemeldet worden – vor zwölf Monaten lag zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung keine einzige Meldung vor.

Laut Josef Flesch vom Fackelbauteam gibt es mehr als zehn Zusagen. Christoph Oberbach ist sicher: Erstmals seit Jahren wird der Bürgerschützenverein (BSV) Grevenbroich zum Auftakt des Schützenfests mit einer zweistelligen Zahl eigener Großfackeln aufwarten lassen. Den Fackelzug nannte Präsident Dr. Peter Cremerius als eines der Highlights, die das Grevenbroicher Schützenfest zum „gesellschaftlichen und kulturellen Höhepunkt“ jeden Jahres machten.

Traditionen müssten sich zwar einerseits fortentwickeln, doch gibt es für Cremerius auch Grenzen, wie er bei der Jahreshauptversammlung sagte: Bei Neuerungen sollte sich der Verein „auf das schützenfestliche Brauchtum beschränken und nicht verzetteln.“ Schützenvorstände dürfen für Peter Cremerius „nicht zu Event-Managern mutieren“. Wie er in seinem Ausblick auf 2015 deutlich machte, soll die große – und 95 Jahre alte – Königskette des Bürgerschützenvereins künftig nur bei heimischen Terminen getragen werden. Für „Auswärtsspiele“ sollen die Könige sich ausschließlich der hierfür bestimmten und dank einer großzügigen Spende der Gesellschaft „Lebensfreude“ deutlich aufgewerteten „Arbeitskette“ bedienen. Für den Festball am Sonntagabend wird ein neues Konzept überlegt, welches im Rahmen der Zugführerbesprechung vorgestellt werden soll.

Diskutiert wird bei den Bürgerschützen auch das künftige Geschick des Biwaks. Der Sprecher des Arbeitskreises Biwak, Franz-Josef Esser, machte in seinem Situationsbericht deutlich, dass es für Außenstehende kaum mehr zu erkennen sei, dass es sich um eine Veranstaltung des BSV handele. Daher sollte das Biwak wieder ein Fest von Schützen für Schützen werden. Hier solle in Zukunft mit speziellen Angeboten „zurück zu den Wurzeln“ der einzelne Schütze einbezogen werden. Vorgesehener Veranstaltungsort für das Jahr 2015 sei der Platz der Republik.

Peter Cremerius betonte die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Dem BSV gelinge es, jährlich bis zu drei neue Züge zu präsentieren, was „lebensnotwendig“ für den Verein sei. Besonders erfreulich ist es für Cremerius, dass die neuen Züge oft Namen von Traditionszügen übernehmen, was deren Fortbestehen sichert. Jüngstes Beispiel ist die Nachwuchstruppe des Jägerzugs Graf Kessel, die am 13. März beim Oberstehrenabend vorgestellt wird.

Oberst Joachim Schwedhelm ermahnte die Schützen, beim Fackelzug noch brennende Fackeln nicht an den Straßenrand, sondern in die fünf aufgestellten Sandfässer zu werfen. Angesichts von Disziplinlosigkeiten 2014 kündigte er intensive Kontrollen an – im Notfall will er einzelne Schützen oder ganze Züge vom Fackelzug auszuschließen.

Schatzmeister Manfred Wosnitza konnte für 2014 schwarze Zahlen vermelden, obwohl die notwendige Rundumerneuerung des Schießstands ihre Spuren hinterlassen hat.

Bernhard Oberbach (Jägerzug „Die Höösche“) konnte mitteilen, dass zur Aktion „Schützen- und Brauchtumswald“ eine Summe von 7.600,– € als Spenden eingegangen sind. Am 12.12.2014 konnten daher 140 Bäume auf dem dafür vorgesehenen Areal gepflanzt werden. Er bedankte sich unter großem Applaus bei allen Spendern.

Mit vom Präsidenten überbrachten Grüßen des erkrankten Schützenkönigs Victor I. Göbbels und dem Singen des Grevenbroicher Heimatlieds endete die Versammlung.

Mit Material von ngz-online.de (S.M.)