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St. Martin zieht durch Grevenbroich

Der BSV organisiert traditionell – und satzungsgemäß – den Martinszug im Stadtzentrum. Dieses Jahr findet er am Donnerstag, den 7. November 2019 statt.

Bereits seit einigen Jahren wird der Umzug der Grevenbroicher Stadtmitte von einem auf einem auf einem Schimmel sitzenden und als römischen Soldaten verkleideten Reiter, der mit einem roten Mantel den Heiligen Martin darstellt. Dieses Jahr übernimmt Vorreiter Rüdiger Schlott die Rolle des St. Martin, der den Zug gemeinsam mit zahlreichen Vorstandsmitgliedern begleitet. Bis zum Jahr 2017 war dies der ehemalige Oberstadjutant Georg Winkler, der 2009 seinen Vorgänger Karl-Heinz Schröder ablöste.

Beginn ist um 16.45 Uhr auf dem Marktplatz, dort wird Martin seinen Mantel teilen. Nach dem Umzug durch die Innenstadt geht es stimmungsvoll gemeinsam im Schein von Pechfackeln durch unsere Innenstadt zum Martinsfeuer auf dem Schützenplatz an der Graf-Kessel-Straße. Dort gibt es als gemütlichen Ausklang des Abends einen Weckmann und gemeinsamen Glühwein.

Alle Schützen sind herzlich eingeladen, sich nach vorheriger formloser Anmeldung als Pechfackelträger am Umzug zu beteiligen und somit ein letztes Mal im Jahr durch unsere schöne Heimatstadt zu ziehen. Für Pechfackeln ist durch den BSV gesorgt.

Marco I. und Andrea Borgwardt regieren Grevenbroich

Zum letzten Höhepunkt des Grevenbroicher Schützenfestes hatte Dieter Minkenberg noch einmal einen großen Auftritt. Mit emotionalen Worten verabschiedete er sich vom Regiment und seinem hohen Amt. So wie der Bürgerschützenverein den scheidenden König ins Herz geschlossen hatte, bejubelte er im Anschluss das neue Königspaar Marco und Andrea Borgwardt vom Grenadierzug „Erftgrafen“.

„Ein Königsjahr geht schneller vorbei als ein normales Jahr“, meinte der Präsident des Bürgerschützenvereins, Detlef Bley, in seiner Ansprache. Er habe Dieter Minkenberg als „tollen und sympathischen Kerl“ erlebt, der den BSV mit großem Spaß repräsentiert habe. Sein Entschluss, den Weg ohne eine Königin zu gehen, sei „bewusst und mutig“ und für den BSV neu gewesen. Die reizenden Hofdamen hätten jedoch die fehlende Königin wettgemacht. In guter Erinnerung blieb auch Minkenbergs Mutter Erika, die am Sonntag mit ihrem Sohn die Parade abgenommen hatte.

„Ich hatte ein schönes Jahr, in dem ich überall herzlich aufgenommen wurde“, erzählte der scheidende König. Vereine seien ein „Garant für Kameradschaft und Geselligkeit“, die habe er in den vergangenen zwölf Monaten erlebt. Besonders dankte Minkenberg seinem Grenadierzug „Erftschwalben“, dem Adjutantenpaar Manu und Barthel Velder und bestellte abschließend gerührt die Grüße seiner Mutter. Zur Musik von „Time to say Goodbye“ erhielt Dieter Minkenberg lang anhaltenden Applaus von den Schützen und den vielen Gästen.

Das Königssilber wechselte anschließend zu Marco und Andrea Borgwardt von den „Erftgrafen“, die 1896 als Karnevalsgesellschaft gegründet wurden, um exakt 20.57 Uhr war es so weit. Marco Borgwardt wurde in Grevenbroich geboren, ist 48 Jahre alt und arbeitet für die Deutsche Bahn Cargo. Seine Frau Andrea erblickte in Köln das Licht der Welt und lernte in ihrer Ausbildung zur Speditionskauffrau in Neuss ihren späteren Ehemann kennen. Heute arbeitet sie bei der Katholischen Kirche in Köln. Die gemeinsamen Hobbys des Ehepaares sind Wandern und Reisen. Sie beide werden als 72. Regentenpaar der Nachkriegszeit in die BSV-Geschichte eingehen.

Die Töchter Rebecca und Viktoria standen als Hofdamen in bezaubernden hellgrauen Kleidern neben ihren Eltern, als diese das Königssilber und die Königinnenbrosche erhielten und anschließend den Treueschwur ablegten. Als Adjutantenpaar fungiert der Bruder des Königs, Dirk, mit seiner Ehefrau Melanie. Nach der Krönung regnete es reichlich Goldflitter auf der Bühne und die Gäste erhoben sich von ihren Stühlen, um Marco und Andrea Borgwardt mit ihren „Erftgrafen“ hochleben zu lassen.

Mit Material von ngz-online.de | Foto: J. Wosnitza

Marco und Andrea Borgwardt sind neues Kronprinzenpaar

Nach 35 Schüssen, blauem Konfettiregen und 21 lauten Böllern ist es amtlich: Marco Borgwardt ist neuer Kronprinz des Bürgerschützenvereins Grevenbroich. Er setzte sich gegen seine Mitstreiter Norbert Clever und Dirk Borgwardt durch. Zuvor schoss Nico Gallus im 15. Durchgang den Vogel ab und ist der zweite amtierende Jung-König.

Das neue Kronprinzenpaar 2019: Marco und Andrea Borgwardt vom Grenadierzug „Erftgrafen“.

Mit Marco Borgwardt und seiner Frau Andrea gewinnt der BSV ein Königspaar, das das Brauchtum im Blut hat – er als gebürtiger Grevenbroicher, der an der Graf-Kessel-Straße mit Blick auf den Kirmesplatz aufgewachsen ist, sie als gebürtige Kölnerin. In seiner 32-jährigen Schützen-Karriere hat sich der Kronprinz stets verdient gemacht: Zunächst als Schriftführer, als Fahnenschwenker, auch bei befreundeten Vereinen in Elsen, und seit 1995 als Vorsitzender der „Erftgrafen“, deren Zugkönig er bereits dreimal war. Das Kronprinzenpaar hat zwei Töchter, Rebecca und Victoria, die nun als Hofdamen ihren Auftritt haben.

Neben dem Schützen- und Familienleben schlägt das Herz des Kronprinzen für den Fußball. Als Vollblutfan von Borussia Mönchengladbach feiert und leidet er seit jeher mit der Fohlenelf. Zu seinen weiteren Hobbys zählen Wandern und gemütliche Stunden mit seiner Ehefrau bei einem Glas Wein.

Marco Borgwardt ist der erste Schützenkönig aus den Reihen des 83 Jahre alten Grenadierzuges „Erftgrafen“. „Ich freue mich riesig, gemeinsam mit Andrea“, sagt der Kronprinz, nach dem Jubel noch völlig außer Atem. „Das werden sehr spannende Momente für uns. Das zu erleben, ist ein besonderer Moment für mich.“ Bei der Wahl des Adjudantenpaares mussten beide nicht lange überlegen. Marco Borgwardts Bruder Dirk und seine Frau Melanie brennen genauso für das Schützenleben wie das Kronprinzenpaar selbst. Sorge, die Anforderungen nicht erfüllen zu können, hat der Kronprinz nicht: „Mit einer starken Zuggemeinschaft im Rücken kann uns nichts passieren.“

Jung-Jönig 2019/2020: Nico Gallus vom Jägerzug „Löstige Jonge“.

Der Wettbewerb um den Königsvogel war der Höhepunkt einer Reihe von Schießwettbewerben an jenem Mai-Samstag. So traten beim Wettkampf um die Würde des Jung-Königs stolze 16 Bewerber an, von denen schließlich Nico Gallus aus dem Jägerzug „Löstige Jonge“ im 15. Schuss als Sieger hervorging. Er beerbt Julian Flintz, der die „kleine“ Königswürde als erster erringen konnte.

Beim Pfänderschießen waren die Schützen Norbert Giesen, Jägerzug „Diana“ (Kopf), Michael Höning, Grenadierzug „Erftgrafen“ (linker Flügel), Stefan Knop, Jägerzug „Scheibenschützen“ (rechter Flügel) und Michael Nover, Grenadierzug „Erftgrafen“ (Schweif) erfolgreich.

Mit Material von NGZ-Online, Fotos: J. Wosnitza

BSV Grevenbroich trauert um Rosemarie Pesch

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod von Rosemarie „Rosi“ Pesch, Schützenkönigin 1991/92, bekannt.

Schützenkönig 1991-1992: Hans V. Pesch und Königin Rosemarie

Rosemarie Pesch war an der Seite ihres Mannes Hans Pesch (†) Mitglied im Jägerzug „Mer dörfe“. Höhepunkt im Vereinsleben war das gemeinsame Königsjahr 1991/1992, in dem sie als Schützenkönigin an der Seite von Hans V. Pesch unseren Verein auch über seine Grenzen hinaus repräsentierte.

Die gebürtige Grevenbroicherin verstarb am Freitag, dem 17.5.2019 im Alter von 79 Jahren. Mit Rosi Pesch verlieren der BSV Grevenbroich und der Königskreis des BSV eine liebenswerte und von allen geschätzte Persönlichkeit.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren zwei erwachsenen Söhnen sowie den Familien. Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Scheibenschützen: Doppelsieg bei BSV-Pokalschießen

Klarer Sieg für die Scheibenschützen: Mit 231 Ringen sicherte sich das Team des Gastgebers den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung des 140. BSV-Pokalschießens.

Schützen bei der Teilnahme am Schießen.

Schützen bei der Teilnahme am Schießen.

Knapp wurde es ab Platz Zwei: In der Mannschaftswertung errang der Jägerzug „St. Hubertus“ mit 222 Ringen den zweiten Platz mit nur zwei Ringen Vorsprung vor der Mannschaft der „Gesellschaft Lebensfreude“ mit 220 Ringen, welche diesen punktgleich und nur aufgrund eines besseren Schussbildes vor dem Jägerzug „Met Freud‘ dabei“ auf Platz 4 verwies. So hat die „Gesellschaft Lebensfreude“ mit 6 x 10er Ringe zwei Volltreffer mehr erreichen können als der Jägerzug „Met Freud‘ dabei“ (4 x 10er Ringe), was Platz drei bedeutet.

Im Wettbewerb der Einzelschützen war ebenfalls ein Mitglied der Scheibenschützen erfolgreich – und das gleich doppelt: Mit 48 von 50 Ringen sicherte sich Christian Gallus sowohl den Titel des besten Schützen insgesamt als auch den Orden für den Besten Schützen unter 27 Jahren, welcher dieses Jahr erstmalig ausgelobt wurde. Zu allen diesen Erfolgen gratulieren wir sehr herzlich.

Die offizielle Liste des BSV-Pokalschießens mit den kompletten Ergebnissen aller teilnehmenden Schützen und Vereine können sie als PDF hier herunterladen.

Das Zugkönigsschießen mit offener Visierung auf die Ehrenscheibe entschied André Dresen vom Jägerzug „St. Hubertus“ für sich, der sich gegen 13 Konkurrenten durchsetzen konnte.

Die Gewinner der Wettbewerbe werden wie immer im Rahmen des BSV-Königsvogelschusses am 25. Mai offiziell geehrt.

Frühlingsempfang: Schützen stimmten sich auf Fest-Saison ein

Vor kurzem hatte er noch die hohe Aufgabe des Prinzenführers im Kölner Karneval. Nun ist Rüdiger Schlott sozusagen befördert worden: Im Bürgerschützenverein Grevenbroich ist der 54-Jährige ab sofort für die Betreuung der Königspaare zuständig.

Diese nicht unwichtige Personalie teilte Präsident Detlef Bley am Rande des Frühlings-Empfangs des BSV mit. Sozusagen in der Halbzeit bis zum nächsten Schützenfest luden die Schützen aus dem Stadtzentrum am Freitagabend in ihr „Wohnzimmer“ im Alten Schloss ein. Mitglieder und viele Freunde aus benachbarten Vereinen trafen dort zusammen, um sich gemeinsam auf das im Mai wieder beginnende Sommerbrauchtum einzustimmen. „Mal in Ruhe ein Glas Bier trinken“, war das Motto, das Detlef Bley ausgegeben hatte. Und so wurde auf ein „offizielles“ Programm komplett verzichtet.

Keine Nachwuchssorgen: Ein weiterer Zug ist in Gründung und wird sich bald der Öffentlichkeit präsentieren.

Keine Nachwuchssorgen: Ein weiterer Zug ist in Gründung und wird sich bald der Öffentlichkeit präsentieren.

Nichtsdestotrotz macht sich der Bürgerschützenverein derzeit Gedanken darüber, wie er seine Veranstaltungen für die Mitglieder interessanter gestalten kann. Damit ist nicht das Schützenfest gemeint, sondern vielmehr Termine wie das in Kürze anstehende Pokalschießen, das einmal mehr von den Scheibenschützen organisiert wird. Eine Veränderung: Preise gibt es jetzt schon ab dem achten Platz. Und: Schatzmeister Michael Fräßdorf hat einen Orden für den besten Schützen unter 27 Jahren gestiftet. „Zudem überlegen wir, ob aus dieser Nachmittags- künftig eine Abendveranstaltung werden soll“, sagt Bley.

Am Vogelschuss soll nichts geändert werden, ebenso wenig an der Jubilarehrung, die im Rahmen des Schießens stattfindet. „Gut möglich, dass wir in Zukunft hochkarätige Jubilare separat im Alten Schloss ehren werden, um einen würdigen Rahmen zu bieten“, sagt Präsident Bley. Die Überlegungen hierzu seien noch nicht abgeschlossen. Beim Schützenbiwak im August soll es zu einigen Neuerungen kommen, die der Förderverein geplant hat.

Keine Sorgen macht man sich indes um die Zukunft des Schützennachwuchses: So konnten die Jugendbetreuer Ulrich Herlitz und Axel Holzhausen verkünden, dass sich in Kürze ein Zug aus den Reihen der in den BSV-Edelknaben beheimateten Jugendschützen gründen wird und wahrscheinlich im Rahmen des Vogelschusses offiziell vorgestellt werden kann.

Schon jetzt steigen die Bürgerschützen in die Planungen für die Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen ein, das in fünf Jahren ansteht. „Ein Arbeitskreis ist bereits gebildet worden“, signalisiert Bley. Zudem gelte es sich, mit Nachbarvereinen gut abzustimmen, denn 2024 werden andere große Vereine ebenfalls ihr Jubiläum feiern: Wevelinghoven, Orken und Elsen.

Mit Material von NGZ-Online.de | Fotos: J. Wosnitza