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Schützenbiwak 2017: Weichen neu gestellt

Wie immer am 3. Freitag im August feiert der Bürgerschützenverein sein traditionelles Schützenbiwak. Nach dem gelungenen Neustart auf dem Platz der Republik im Jahr 2015 haben die Organisatoren weiter optimiert. Am Freitag, dem 18. August um 19.00 Uhr wird Schützenkönig Manfred II. Dörenkamp das erste Fass Bier anschlagen.

Das offizielle Plakat zum Schützenbiwak 2017

Das offizielle Plakat zum Schützenbiwak 2017

Ursprünglich fand das Schützenbiwak auf dem Bolzplatz hinter dem Schlosstadion statt, später dann für viele Jahre vor dem Alten Schloss. Doch dieser Platz stand wegen der Bauarbeiten für das neue Schlossbad nicht mehr zur Verfügung, weshalb sich das Organisationsteam um Franz-Josef Esser im Jahr 2015 daran gemacht hat, das Konzept des Traditions-Biwaks zu überarbeiten. Unter dem Motto „zurück zu den Wurzeln“ ist es denn auch selbstverständlich, dass das Biwak im Herzen der Stadt bleiben muss.

So wurde als neuer Veranstaltungsort der Kirmesplatz (Platz der Republik) ausgewählt, auf dem ein Teil für das Biwak genutzt werden wird. Für besondere Atmosphäre wird wieder ein Lagerfeuer auf dem Platz sorgen. Darüber hinaus wird der Ausschank wieder beim BSV selbst liegen.

Und auch einzelne Züge werden einbezogen, zum Beispiel mit einem Reibekuchenstand, einer Cocktailbar, einer Sekt- und Aperol-Bar, einem Obstler-Stand, einer Weinverkostung und – als weitere Attraktion – mit Spanschwein, Burgunderschinken und Würstchen frisch vom Grill. Auch die Musik liegt jetzt in Schützenhand: Die „BSV-DJs“ Dirk Holl und Dominik Wegener legten eine Mischung aus bekannten und neuen Hits auf. Damit wurde das bewährte Sortiment aus den vergangenen Jahren um ein paar neue Attraktionen verfeinert.

„Wie gut die Idee vor über 40 Jahren war, sich 14 Tage vor dem Schützenfest bei einem Glas Bier zu treffen, zeigt die lange Tradition der Veranstaltung“, so Esser. „Und gemeinsam können wir auch dafür sorgen, dass sie noch lange Bestand haben wird, denn in dieser einmaligen Atmosphäre steigt erst die Lust aufs Schützenfest.“

Der Bürgerschützenverein lädt daher auch dieses Jahr alle Grevenbroicher und Grevenbroicherinnen am Freitag, dem 18. August 2017 ab 19.00 Uhr zu kühlen Getränken, leckerem Essen, guter Musik und gemütlicher Atmosphäre auf den Platz der Republik ein – das Wetter jedenfalls verheißt schon jetzt einen gelungenen Abend. Wir sehen uns beim Schützenbiwak!

Die Veranstaltung finden Sie auch auf unserer offiziellen Facebook-Seite: facebook.com/events/543938439136870/

Die bisherigen Träger des Grevenbroicher Oberstordens.

Georg Winkler erhält Oberstorden

Regimentsoberst Joachim Schwedhelm hat seinen Adjutanten Georg Winkler mit dem begehrten Oberstehrenorden ausgezeichnet.

Oberst Joachim Schwedhelm mit seinem Adjutanten oder diesjährigen Oberstordensträger Georg Winkler

Oberst Joachim Schwedhelm mit seinem Adjutanten oder diesjährigen Oberstordensträger Georg Winkler

Der Mann mit dem markanten Bart gilt als ein Verfechter klarer Worte – eine Eigenschaft, die viele Schützen an ihm schätzen. Doch das ist nicht das einzige, was Georg Winkler auszeichnet. „Er ist ein versierter Reiter und eine Art Motor unter den Stabsoffizieren„, sagte Schützenoberst Joachim Schwedhelm jetzt beim zehnten Oberst- und Schützenabend im Rittersaal des Alten Schlosses, bei dem er seinen Adjutanten Georg Winkler mit dem begehrten Oberstehrenorden auszeichnete. Bis zum Schluss hatte der 69-jährige Joachim Schwedhelm, der momentan seine letzte Amtszeit als Oberst genießt, streng unter Verschluss gehalten, wer den hohen Orden erhält.

Aus seiner Sicht hat Georg Winkler den Orden auch deshalb verdient, weil er einer der Schützen ist, der mit anpackt, wenn es etwa um den Aufbau von Zeltgarnituren geht. Er stehe stets bereit – und außerdem könne er extrem ehrgeizig sein. Das habe sich gezeigt, als er für sein Amt als Adjutant das Reiten gelernt habe. „In seiner ersten Reitstunde war Georg vom Pferd gestürzt und zog sich einen komplizierten Armbruch zu“, erzählte Joachim Schwedhelm in seiner Rede. „Kaum genesen, saß er erneut auf und zeigte dem Pferd, wer die Zügel in den Händen hält.“ Für Winkler dürfte die Auszeichnung eine große Ehre sein, schließlich arbeitet er seit langer Zeit mit Oberst Schwedhelm zusammen.

Peter Reibel erhielt die Oberstehrennadel.

Peter Reibel erhielt die Oberstehrennadel.

Darüber hinaus zeichnete Schwedhelm mit Peter Reibel den langährigen „Haus- und Hofjuwelier“ des BSV Grevenbroich aus. Nicht nur die schmuckvollen Königsorden, sondern auch die neue „Ausgehkette“ des BSV stammt aus seiner Werkstatt – für diese Leitung wurde Reibel, eigentlich Hemmerdener Schütze, mit der Oberstehrennadel geehrt.

Zu guterletzt ließ Schwedhelm, Schütze des Jägerzuges Graf Kessel, die jungen Schützen „seines“ Jägerzuges Graf Kessel 2015 antreten und überreichte ihnen für ihre Leistungen um die Fortführung der Tradition und ihre stete Hilfsbereitschaft eine Oberstehrennadel.

Die Mitglieder des Jägerzugs "Graf Kessel 2015" erhielten die Oberstehrennadel.

Die Mitglieder des Jägerzugs „Graf Kessel 2015“ erhielten die Oberstehrennadel.

Doch bei aller Freude gab es auch traurige Momente beim Schützenabend im Alten Schloss: So brachte Schwedhelm stellvertretend für alle Schützen seine Trauer über den Tod des Schatzmeisters Manfred Wosnitza zum Ausdruck. Schwedhelm würdigte den Einsatz seines völlig überraschend verstorbenen Kameraden, der leidenschaftlich für das Schützenwesen gebrannt hatte. Seine Frau Jutta ergriff schließlich das Wort und dankte allen 180 Schützen, die am Abend im Schloss waren, für die „große Welle der Anteilnahme“.

Schützenkönig Manfred Dörenkamp betonte, dass Freude und Leid eng beieinanderliegen können. Und so stießen die Schützen – sicherlich auch im Sinne von Manfred Wosnitza – beim Oberstabend auch auf den Start in die Schützen-Saison an. Erfreulich: Vier junge Männer aus der „dritten Abteilung“ der Edelknaben sind gerade dabei, einen neuen Zug zu gründen.

Mit Material von NGZ Online | Fotos: J. Wosnitza

Dominik und Susanne Wegener sind das neue Kronprinzenpaar

Um 17.14 Uhr war es so weit: mit dem 9. Schuss fiel der Vogel von der Stange und somit ist Dominik Wegener vom Jägerzug „Waldeslust“ neuer Kronprinz des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V.

Er setzte sich gegen seine Konkurrenten Dirk Holl (Jgz. „Met Freud Dabei“), Daniel Wolski (Jgz. „St. Bernardus 1995“) und Hartmut Stephan (Jgz. „Waldeslust“) durch. Somit wird er gemeinsam mit seiner Frau Susanne Wegener am Dienstag, dem 8. September zum 68. Schützenkönigspaar der Neuzeit in Folge gekrönt.

Dominik Wegener vom Jägerzug Waldeslust – wer kennt ihn nicht. Ist er doch oft als bewährter DJ unterwegs, um unsere Krönungsabende sowie den Oberstabend mit abwechslungsreicher Musik zu untermalen.

Der waschechte Grevenbroicher Dominik ist 44 Jahre alt und trat unserem BSV 1990 bei, er feiert also in diesem Jahr auch sein 25-jähriges BSV-Jubiläum. Seit vielen Jahren ist er Zugführer in seinem Jägerzug und gehört zum harten Kern der Fackelbauer, die schon seit Jahren das Regiment mit leuchtenden Kunstwerken bereichern.

Im Jahr 2009/2010 war er Adjutant des Schützenkönigs und Zugkameraden Christoph Oberbach – er hat das große Königsspiel also schon aus nächster Nähe erlebt. Jetzt wird er im Schützenjahr 2015/2016 die große Schützenkönigskette tragen und als Adjutantenpaar werden ihm und Susanne, wie kann es anders sein, unsere Ex-Majestäten Christoph und Sonja Oberbach zur Seite stehen!

Der Jägerzug Waldeslust 1985 stellt somit zum 2. Mal in seiner 30-jährigen Zuggeschichte die große Schützenmajestät. Ich weiß, dass alle 14 Aktive des Jägerzuges mit ihren Frauen als zukünftiger Königszug voll und ganz hinter unseren neuen Schützenmajestäten Dominik und Susanne Wegener stehen werden.

Die Pfänderschützen des Tages waren:

  • Kopf: Karl-Hubert Daners vom Jägerzug „Diana“ (19. Schuss)
  • Linker Flügel: Bernd Helfenstein, Jägerzug „St. Hubertus“ (8. Schuss)
  • Rechter Flügel: Axel Holzhausen, Jägerzug „Sankt Bernardus 1995“ (4. Schuss)
  • Schweif: Florian Rosemann, Jägerzug „St. Florian“ (23. Schuss)

Wir gratulieren den erfolgreichen Schützen.

Jägerzug „Graf Kessel 2015“ führt Tradition fort

Am Dienstag, dem 17. Februar war es so weit: im Schützenzimmer des Altes Schlosses, der „guten Stube“ des BSV Grevenbroich, trafen sich Mitglieder des Jägerzuges „Graf Kessel 1962“ und Nachwuchs-Schützen um den ehemaligen Edelknabenkönig Max Beyer, um gemeinsam eine Urkunde zur Fortführung des Zuges zu unterzeichnen. Als Jägerzug „Graf Kessel 2015“ werden sie ab sofort das Regiment bereichern.

Ein weiterer Beweis der erfolgreichen Jugendarbeit des Bürgerschützenvereins sichert somit den Fortbestand eines Grevenbroicher Traditionszuges, der neben aktiven Mitgliedern in Vorstand und Regimentsführung auch bereits drei Schützenkönige hervorgebracht hat.

Die Mitglieder des Jägerzuges „Graf Kessel 1962“ um Oberst Joachim Schwedhelm und Schatzmeister Manfred Wosnitza sehen auf diese Weise Fortbestand und Tradition aus über 40 Jahren Vereinsgeschichte gesichert. Die jungen „Grafen“ sind: Max Beyer, Viktor Huhle, Jonas Troles, Noah Gauls, Maximilian Pick, Maurice Berberich, Sven Heinrichs und Moritz Stotzka. Eine offizielle Vorstellung des neuen Zuges vor dem Regiment erfolgt anlässlich des Oberstabends im März.

Victor I. und Henriette Göbbels regieren Grevenbroich

Am Dienstag, dem 9. September um 21.04 Uhr war es so weit: Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V. (BSV) hat ein neues Königspaar. Mit S.M. Victor I. und Königin Henriette Göbbels inthronisierte BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius das 67. Königspaar der jüngeren BSV-Geschichte.

Der erste König aus den Reihen des Jägerzuges „Rösige Boschte“ ist im Regiment kein unbeschriebenes Blatt. Victor Göbbels (47) ist bereits seit Kindertagen aktiver Schütze – zuerst machte er bei den Edelknaben „Karriere“ bevor er mit 19 Jahren dem Jägerzug „Rösige Boschte“ beitrat. Nicht nur als Chef der Lagerwirtschaft bei Hydro-Aluminium ist er beschäftigt; als Inhaber eines Geschäfts für Outdoorbekleidung ist er auch in der Grevenbroicher Geschäftswelt wohl bekannt. Ehefrau Henriette (50) ist ebenfalls mit einem eigenen Dessousgeschäft in der Grevenbroicher Fußgängerzone vertreten und dürfte dadurch vor allem bei den Schützenfrauen einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen. Auch gehört Victor mit seinem Zug „Rösige Boschte“ zu den führenden Kräften in Sachen Fackelbau und stellte gemeinsam mit dem Jägerzug „Mer stonn zesamme“ auch in diesem Jahr die Siegerfackel in Form eines XXL-Dinos. Passend dazu möchte Stefan Kästner, Göbbel’s Chef bei Hydro, einen Preis für Züge stiften, die zum ersten Mal oder nach langer Zeit mal wieder eine Fackel bauen.

Akzente in Grevenbroich zu setzen ist das erklärte Ziel der neuen Majestät: So bat Victor Göbbels anstatt Geschenken um eine Spende für einen Schützenbaum, so wie ihn bereits viele Stadtteile außerhalb der Stadtmitte besitzen. Ein vierstelliger Betrag kam so zusammen – der Grundstock ist also gelegt.

Für die ersten emotionalen Momente des Abends sorgte aber Amtsvorgänger Barthel Velder, der in seiner Abschiedsrede nicht nur seinen Helfern während des Königsjahres, sondern vor allem seiner Frau Manuela dankte. Auch ohne Königinnenbrosche werde sie immer die Frau seines Herzens bleiben: „Hätte ich dich nicht schon vor vier Jahren geheiratet, ich hätte dich heute gefragt.“ Manuela Velder, in einem weißen Korsagenkleid mit Schleppe schon perfekt für ein Ja-Wort gekleidet, antwortete: „Und ich hätte ‚Ja’ gesagt“, ehe sie ihm um den nun kettenlosen Hals fiel und sich die Tränen aus den Augen wischte. Zuvor hatte Bathel Velder Bilanz gezogen: „Es war ein unglaubliches Jahr, das schönste unseres Lebens“. Auch Schützen-Chef Cremerius attestierte dem scheidenden Königspaar Qualitäten als „Sympathisches Paar, das alle Erwartungen mehr als erfüllte.“

Besonderen Applaus erhielt Paul Stock, seines Zeichens Edelknabenkönig und somit jüngste Majestät im BSV, als er seinen großen Amtskollegen in seiner Rede ein lockeres „Willkommen im Königsclub“ zurief.

Mit Material aus der Neuß-Grevenbroicher Zeitung
Foto: J. Wosnitza / bsv-grevenbroich.de

Victor Göbbels wird neuer Schützenkönig in Grevenbroich

Mit dem neunten Schuss sicherte sich Victor Göbbels die Königswürde, in knapp zwei Monaten wird er neuer König des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. Um Punkt 18.24 Uhr hatte er beim Vogelschuss dem hölzernen Federvieh den Garaus gemacht. Bereits zwei Minuten später hatte ihn Präsident Peter Cremerius mit der Schärpe des BSV-Kronprinzen ausgestattet.

Nachdem sich die Beteiligten beim Pfänderschießen zuvor schwer getan hatten, machte Victor Göbbels beim Vogelschuss kurzen Prozess. „Wir werden zwölf Adjutanten haben“, sagte der 47-Jährige, der mit seiner Frau Henriette regieren wird. Der gesamte Jägerzug „Rösige Boschte“ freut sich auf das Regierungsjahr: Während Frank und Karola Krüppel offiziell das Adjutantenpaar sind, werden die übrigen Zugmitglieder ihr Königspaar während des Regierungsjahrs abwechselnd begleiten.

Der gebürtige Grevenbroicher Victor Göbbels startete seine Laufbahn im BSV bereits als Edelknabe. Mit 19 Jahren trat er den „Rösige Boschte“ bei, die zu den versiertesten Fackelbauern im BSV zählen. Dazu motiviert es selbst einmal zu höchsten Schützenehren bringen zu wollen, hat ihn das 1984/1985 regierende Königspaar Toni und Agnes Grippekoven.

Victor Göbbels ist gelernter Industriekaufmann und bei Hydro Aluminium Chef von rund 60 Mitarbeitern in der Lagerwirtschaft. 2006 hat er auf der Breitestraße das Outdoorgeschäft „Jack Wolfskin Store“ gegründet. Bereits seit 2005 ist auf der Breitestraße Henriette Göbbels mit ihrem Dessousgeschäft vertreten. Victor Göbbels war bereits zwei Mal Zugkönig und gewann etliche Pfänderauszeichnungen. Seine Hobbys stehen unter dem Motto „Draußen zuhause“: Er liebt Spaziergänge, Fahrradtouren oder Wanderungen in den Bergen. Auch bei den Skiwochen der „Rösigen Boschte“ ist er stets mit von der Partie. Gekrönt wird das Königspaar zum Ausklang des Schützenfests am 9. September.