Kategorie-Archiv: News

Der Zeltkarten-Vorverkauf startet am 21.8.2017

Zeltkarten: Vorverkauf startet am 21.8.

Nachdem vor einigen Jahren die Situation am Kassenhäuschen am Samstagabend chaotisch wurde und Besucher nur nach langem Warten ein Eintrittsband erhalten konnten wurde als Reaktion ein Kartenvorverkauf eingerichtet. Dieser hat sich bewährt und so wird es auch dieses Jahr möglich sein, dass sich interessierte Besucher bereits vorab ihre Eintritts-Bänder sichern können.

Die Zeltpreise gestalten sich in diesem Jahr wie folgt:

  • Kirmessamstag: Vorverkauf 6,- € – Abendkasse 8,- €
  • Frühschoppen Montag: Vorverkauf 8,- € – Tageskasse: 10,- €
  • Jugendliche (unter 18): Samstag und Montag 5 € (egal ob VK oder AK/TK)

Karten für die aktiven Züge
Die Einlassbänder für aktive Schützen können, gegen Vorlage des Schreibens unseres Schatzmeisters Daniel Höveler, im „Modehaus Geka“ vom 21.8.2017 bis zum 1.9.2017, zu den Geschäftszeiten abgeholt werden.

Karten für Gäste und Besucher
Gästekarten können ab dem 21.8.2017 im Vorverkauf in den unten aufgeführten Geschäften während der normalen Ladenöffnungszeiten sowie an den Festtagen am Kassenhaus (Samstag und Montag) vor dem Festzelt erworben werden.

  • Henriette – Feine WäscheKölner Straße 20, 41515 Grevenbroich
  • Modehaus GekaBreite Straße 18, 41515 Grevenbroich

Hinweis: Die Einlassbänder sind auch von den Schützen am Arm zu tragen; es werden auch in diesem Jahr verschärfte Kontrollen durchgeführt.

Regimentsbefehl 2017 veröffentlicht

Der Regimentsbefehl 2017

Der Regimentsbefehl 2017

Die Tage bis zum Schützenfest fliegen dahin und somit ist es höchste Zeit, dass die Zugführer des Grevenbroicher Regiments sich an die Erstellung der Zugbefehle begeben können.

Wie bereits von Oberst Joachim Schwedhelm auf der Zugführerbesprechung angekündigt, wird es in diesem Jahr einige Neuerungen bzw. Änderungen im Ablauf geben. Im Einzelnen sind dies:

  1. Das Einschießen des Schützenfestes findet auch dieses Jahr wieder im Stadtpark hinter dem Museum Villa Erckens statt.
  2. Der diesjährige Schützenfest-Gottesdienst findet am Sonntag, den 3.9.2017, wie bereits im Vorjahr in der katholischen Kirche St. Peter und Paul statt.
  3. Damit es nach der reibungslosen Regimentsabnahme des vergangenen Jahres nicht wieder zu Komplikationen kommt, gibt es auch dieses Jahr Sonderseiten mit Hinweisen zum Ablauf.
  4. Die Antretezeiten und Zugwege haben sich bewährt, so dass es keine Veränderungen geben wird.
  5. Der Krönungsball beginnt dank der Zugwegverkürzung wie bereits in den Vorjahren um 19.30 Uhr, also eine Stunde eher als bisher. Für die Zugdamen und Gäste: der Einmarsch ist für 19.15 Uhr geplant.

Der Regimentsbefehl kann HIER heruntergeladen werden.

Schützenbiwak 2017: Weichen neu gestellt

Wie immer am 3. Freitag im August feiert der Bürgerschützenverein sein traditionelles Schützenbiwak. Nach dem gelungenen Neustart auf dem Platz der Republik im Jahr 2015 haben die Organisatoren weiter optimiert. Am Freitag, dem 18. August um 19.00 Uhr wird Schützenkönig Manfred II. Dörenkamp das erste Fass Bier anschlagen.

Das offizielle Plakat zum Schützenbiwak 2017

Das offizielle Plakat zum Schützenbiwak 2017

Ursprünglich fand das Schützenbiwak auf dem Bolzplatz hinter dem Schlosstadion statt, später dann für viele Jahre vor dem Alten Schloss. Doch dieser Platz stand wegen der Bauarbeiten für das neue Schlossbad nicht mehr zur Verfügung, weshalb sich das Organisationsteam um Franz-Josef Esser im Jahr 2015 daran gemacht hat, das Konzept des Traditions-Biwaks zu überarbeiten. Unter dem Motto „zurück zu den Wurzeln“ ist es denn auch selbstverständlich, dass das Biwak im Herzen der Stadt bleiben muss.

So wurde als neuer Veranstaltungsort der Kirmesplatz (Platz der Republik) ausgewählt, auf dem ein Teil für das Biwak genutzt werden wird. Für besondere Atmosphäre wird wieder ein Lagerfeuer auf dem Platz sorgen. Darüber hinaus wird der Ausschank wieder beim BSV selbst liegen.

Und auch einzelne Züge werden einbezogen, zum Beispiel mit einem Reibekuchenstand, einer Cocktailbar, einer Sekt- und Aperol-Bar, einem Obstler-Stand, einer Weinverkostung und – als weitere Attraktion – mit Spanschwein, Burgunderschinken und Würstchen frisch vom Grill. Auch die Musik liegt jetzt in Schützenhand: Die „BSV-DJs“ Dirk Holl und Dominik Wegener legten eine Mischung aus bekannten und neuen Hits auf. Damit wurde das bewährte Sortiment aus den vergangenen Jahren um ein paar neue Attraktionen verfeinert.

„Wie gut die Idee vor über 40 Jahren war, sich 14 Tage vor dem Schützenfest bei einem Glas Bier zu treffen, zeigt die lange Tradition der Veranstaltung“, so Esser. „Und gemeinsam können wir auch dafür sorgen, dass sie noch lange Bestand haben wird, denn in dieser einmaligen Atmosphäre steigt erst die Lust aufs Schützenfest.“

Der Bürgerschützenverein lädt daher auch dieses Jahr alle Grevenbroicher und Grevenbroicherinnen am Freitag, dem 18. August 2017 ab 19.00 Uhr zu kühlen Getränken, leckerem Essen, guter Musik und gemütlicher Atmosphäre auf den Platz der Republik ein – das Wetter jedenfalls verheißt schon jetzt einen gelungenen Abend. Wir sehen uns beim Schützenbiwak!

Die Veranstaltung finden Sie auch auf unserer offiziellen Facebook-Seite: facebook.com/events/543938439136870/

Heinz Rodrigo, 26.9.1945 - 20.5.2017

BSV trauert um Hauptmann Heinz Rodrigo

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod des Hauptmanns der Fahnenkompanie des Bürgerschützenvereins, Heinz Rodrigo bekannt.

Heinz Rodrigo gehörte dem BSV Grevenbroich im Jägerzug „Sankt Hubertus 1899“ seit mehr als 50 Jahren an. Neben seinem unermüdlichen Einsatz für den Fackelbau prägte er als langjähriger Hauptmann der Fahnenkompanie des Bürgerschützenvereins bis zuletzt mit das Gesicht des Vereins. Für seine Verdienste um das Brauchtum und den Verein wurde er im Jahr 2015 mit dem Oberstorden ausgezeichnet.

Mit Heinz Rodrigo verliert der BSV Grevenbroich eine große und von allen geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege maßgeblich mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Manfred Wosnitza

BSV trauert um Schatzmeister Manfred Wosnitza

Mit tiefer Trauer und Bestürzung geben wir hiermit den Tod unseres amtierenden Schatzmeisters Manfred Wosnitza bekannt.

Manfred „Manni“ Wosnitza gehörte dem BSV Grevenbroich im Jägerzug „Graf Kessel“ seit 1976 an. 2006/2007 war er Schützenkönig mit gemeinsam mit seiner Gattin Jutta. 2011 übernahm er das Amt des Schatzmeisters, das er bis zum Schluss innehatte.

Mit Manfred Wosnitza verliert der Grevenbroicher Bürgerschützenverein eine große und von allen geschätzte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege maßgeblich mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

BSV-Jahreshauptversammlung 2017

Schützen für Mitsprache in Sachen Kirmesplatz

Die Mehrheit der Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1849 Grevenbroich e.V. haben deutlich gemacht, dass sie ihre Kirmes weiterhin am alten Standort feiern wollen. Die Botschaft an Politik und Verwaltung: Sie möchten aktiv in die Diskussion um eine Neugestaltung einbezogen werden.

Thema des Abends war die Diskussion um die mögliche Verlegung des Kirmesplatzes, wozu ein Antrag von Achim Mikulla und elf weiteren Schützen vorlag. Schon 2006 hatten sich die Schützen für einen Erhalt des Kirmesplatzes am alten Standort ausgesprochen. „An dieser Sachlage hat sich nichts verändert“, sagte Peter Cremerius. Als Präsident müsse er die Zukunft des BSV im Blick behalten.

Bürgermeister Klaus Krützen, der Gast der Versammlung war, sagte eine „höchstmögliche Bürgerbeteiligung“ zu, es werde „keine Nacht- und Nebelaktion“ geben. Was die Neugestaltung des Geländes nach dem Abriss von Grundschule und Tagesstätte betreffe, seien noch keine Pflöcke eingeschlagen worden. „Nichts ist entschieden, es gibt keine zeitliche Planung, keinen Handlungsdruck“, sagte Krützen.

Wie Cremerius wies auch Bürgermeister Krützen angesichts der Menschenmassen, die sich vor allem Samstagsabends durch die Budengasse an der Graf-Kessel-Straße zwängen, auf den Sicherheitsaspekt hin: „Ist das noch verantwortbar, ist der Standort auf Dauer noch durchführbar“, fragte er. BSV-Geschäftsführer Mario Straube geht davon aus, dass sich die Auflagen nach dem Lkw-Anschlag in Berlin sogar weiter verschärfen werden. Er sei gegen eine Verlegung des Kirmesplatzes – aber: „Der Vorstand steht in der Pflicht, sich mit der Zukunft des Vereins zu beschäftigen.“ In einer lebhaften Diskussion äußerten sich viele Gegner, aber auch einige Befürworter einer Schützenplatz-Verlegung zum Hagelkreuz.

Nach mehrstündiger, zum Teil emotional geführter Diskussion gab es ein einstimmiges Votum der Bürgerschützen: Der Vorstand um Peter Cremerius soll alle Möglichkeiten nutzen, um den Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße zu erhalten. Dafür sprachen sich 212 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung aus, fünf enthielten sich ihrer Stimme. Und: Über Alternativen soll künftig offen diskutiert werden. Über jegliche Entwicklung muss der Vorstand regelmäßig informieren. Der Beschluss im Wortlaut:

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V., vertreten durch den Vorstand, wird beauftragt, im stetigen Kontakt mit der Stadtverwaltung Grevenbroich zu bleiben und alle Möglichkeiten zu prüfen, dass im Sinne des Wunsches der Schützen der Kirmes- und Schützenplatz am alten Platz erhalten bleibt.
Möglichkeiten der Alternativen sollen im Rahmen der Mitgestaltung öffentlich diskutiert werden.
Über die Entwicklung zu diesem Thema werden die Mitglieder dann regelmäßig alle 6 Monate über die Schützenpost informiert.

Mit einem Blick auf das kommende Fest kündigte Christoph Oberbach an, dass schon fünf Züge Großfackeln bauen wollen. Zur besseren Koordinierung kündigte der Fackelbaubeauftragte ein Treffen kurz vor dem Schützenfest an. Oberst Joachim Schwedhelm bedankte sich bei den Schützen für die reibungslose Durchführung des vergangenen Schützenfestes und kündigte an, dass für dieses Jahr keine Änderungen im Ablauf vorgesehen seien.

Detlef Bley, Vorsitzender des Fördervereins des BSV, blickte auf eine gelungene Durchführung des Turmfestes und des Schützenbiwaks zurück. Das Konzept des im Jahr 2015 neu gestarteten Biwaks hat sich bewährt und wird auch 2017 ohne wesentliche Änderungen umgesetzt. Züge, die sich am Ablauf des Biwaks mit einbringen wollen, bat er sich spätestens bis zum 1.4.2017 beim Förderverein zu melden.

Zuletzt wies Präsident Dr. Peter Cremerius auf die Jahreshauptversammlung 2018 hin, auf der die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes ansteht. Hier werden er und Oberst Joachim Schwedhelm nicht wieder antreten. Mitglieder des BSV Grevenbroich, die sich für den Verein engagieren und sich zur Wahl für eines der Ämter stellen wollen, sollten sich rechtzeitig beim geschäftsführenden Vorstand melden.

Mit dem Grußwort von Schützenkönig Manfred I. Dörenkamp und den Klängen des Heimatliedes endete die Jahreshauptversammlung um 23.10 Uhr.

Mit Material von NGZ-Online

Schützen schmücken den Weihnachtsbaum

In jahrzehntelanger Tradition erleben die Grevenbroicher Bürgerinnen und Bürger auch dieses Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt in ihrer Stadt. Im Herzen der Fußgängerzone, zu Füßen der Kirche St. Peter und Paul, verbreitet die stimmungsvoll geschmückte Budenstadt weihnachtliche Atmosphäre. Doch was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne einen eigenen Baum?

Schüler und Kindergartenkinder basteln den Schmuck für den Weihnachtsbaum.

Schüler und Kindergartenkinder basteln den Schmuck für den Weihnachtsbaum.

Seit nunmehr zehn Jahren ist es fester Bestandteil des Ablaufs, dass der Marinezug „Klabautermann“ den großen Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt in Grevenbroich Stadtmitte schmückt. Doch damit nicht genug – es werden darüber einhundert Pakete von den Kindergärten St. Peter und Paul, Sonnenland und Hartmannweg und der Grundschule St. Martin gepackt und dann von der WGV mit dem Steiger am festlich beleuchteten Baum aufgehangen.

Für alle Kinder gibt es einen Weckmann und heißen Kakao. Natürlich sind auch alle Edelknaben des BSV eingeladen. Der Weihnachtsbaum wird am Donnerstag, den 24.11.2016 um 15 Uhr festlich geschmückt.

BSV trauert um Ehrenvizepräsident Gerd Peters

Mit tiefer Trauer geben wir hiermit den Tod unseres Ehren-Vizepräsidenten Gerd Peters bekannt.

Gerd Peters gehörte dem BSV Grevenbroich im Jägerzug „Erftjonge“ seit 1948 an. 1977/78 war er Schützenkönig mit gemeinsam mit seiner Gattin Gerda. 1994 wurde er in das Amt des Vizepräsidenten gewählt, das er 12 Jahre innehatte. 2006 erfolgte die Ernennung zum Ehrenvizepräsidenten des Bürgerschützenvereins Grevenbroich.

Mit Gerd Peters verliert der BSV Grevenbroich eine große und von allen geschätzte Persönlichkeit, die unser Vereinsleben und die Brauchtumspflege maßgeblich mitgestaltet hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Schützenhilfe für die Kriegsgräber

Zu einem etwas anderen „Aktionstag“ hatte BSV-Oberst Joachim Schwedhelm Ende September aufgerufen: Es galt, Grabmale des Gräberfeldes des 2. Weltkrieges auf dem städtischen Friedhof zu reinigen und zu konservieren – und die Helfer hatten reichlich zu tun.

Auch Schützenkönig Manfred Dörenkamp packte zusammen mit Adjutant Josef Flesch mit an.

Auch Schützenkönig Manfred Dörenkamp packte zusammen mit Adjutant Josef Flesch mit an.

Insgesamt 32 Helfer folgten dem Ruf des Regimentskommandeurs. Mitgemacht haben die Reservisten Grevenbroich um Initiator Joachim Schwedhelm, BSV-Schützenkönig Manfred Dörenkamp mit Tochter und seinem Adjudantenpaar vom Jägerzug „Noh’besch Jonge“, die „Gesellschaft Lebensfreude“, der Grenadierzug „Erftgrafen“, Ex-Majestät Victor Göbbels, zwei Schützenfrauen und elf BSV-Nachwuchsschützen mit Jugendbetreuer Ulrich Herlitz. Zum Abschluss gab es für alle eine vom BSV gestiftete Erbsensuppe.

43 Grabplatten für Zwangsarbeiter, davon alleine vier von Kindern, die nur ein, zwei oder sieben Jahre alt werden durften, wurden gereinigt. Die Zwangsarbeiter wurden überwiegend aus der Sowjetunion verschleppt und mussten vornehmlich für die Industrie – wie Erckens, Maschinenfabrik oder Erftwerk – Zwangsarbeit leisten. Sie litten und starben oft an den widrigen Bedingungen, Hunger, Kälte und unmenschliche Arbeitsbedingungen. Kinder, die geboren wurden, hatten oftmals keine Chance auf ein Überleben.

Oberst Joachim Schwedhelm und die Edelknaben erhalten eine Stärkung

Oberst Joachim Schwedhelm und die Edelknaben erhalten eine Stärkung

Auf dem Kriegsgräberfeld WWII sind neben einem unbekannten Soldaten vor allem auch Opfer des großen und die Innenstadt verheerend getroffenen Februar-Bombenangriffs auf Grevenbroich 1945 und gefallene, heimgeholte Soldaten aus Grevenbroich beigesetzt. Insgesamt gibt es 103 Kreuze, im Eingangsbereich sind zahlreiche weitere Opfer – Vermisste, Gefallene und zivile Bombenopfer – auf acht Gedenksteinen aufgelistet, die im vergangenen Jahr bereits auf Initiative des BSV restauriert wurden.

Die Grevenbroicher Reservisten halfen ebenfalls bei der Restauration. Foto: Gerhard Müller

Die Grevenbroicher Reservisten halfen ebenfalls bei der Restauration. Foto: Gerhard Müller

Das Reinigen selbst hat unter allen Helfern, auch den Jungs von Schützenjugend und Edelknaben, dazu beigetragen, sich über Krieg und Gewalt Gedanken zu machen. An diesem Vormittag wurde viel darüber gesprochen. Um die Gräber zu reinigen, musste man sich bücken… und auch verneigen. Das haben die Soldaten und die vielen Helfer vor allen Opfern von Krieg an diesem Samstag getan – und sicher einen kleinen Beitrag zu Versöhnung und Frieden auch über den Gräbern geleistet.

Es gibt auf dem Grevenbroicher Friedhof noch ein weiteres Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges und ein Kreuz für die belgischen und französischen Opfer der Besatzungszeit nach dem ersten Weltkrieg. Die dort beigesetzten wurden bis 1923 exhumiert und in ihren Heimatländern beigesetzt.

Edelknabenleiter Ulrich Herlitz wird nun im Auftrag und für den BSV eine Dokumentation der Kriegsgräberanlagen zusammenstellen; diese soll dann in geeigneter Form veröffentlicht werden.

Kronprinzenpaar und neue Kette für den BSV

Nach einem spannenden Vogelschuss errang Manfred Dörenkamp die Kronprinzenwürde und wird mit seiner Frau Bettina neues Regentenpaar.

Der Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V. hat ein neues Kronprinzenpaar: Manfred und Bettina Dörenkamp werden die amtierenden Majestäten Dominik und Susanne Wegener am Schützenfest-Dienstag ablösen. Manfred Dörenkamp, der dem Jägerzug „Noh’besch Jonge“ angehört, hatte beim Königsvogelschuss am Samstagabend das hölzerne Federvieh mit dem 30. Schuss von der Stange geholt. Die Schützen empfingen „ihren“ neuen Kronprinzen anschließend begeistert im Festzelt.

Der Klinik-Stationsleiter Manfred Dörenkamp (59) und seine Frau Bettina, die von Beruf Kinderkrankenschwester ist, sind seit 2007 verheiratet und haben eine Tochter. Ajdutant wird Dörenkamps Zugkamerad Josef Flesch. Gratulationen gab’s vom gesamten BSV-Vorstand um Präsident Peter Cremerius, der vor dem Vogelschuss das neue Königssilber vorstellte. Die alte Königskette ist inzwischen 96 Jahre alt und in den vergangenen Jahrzehnten mit mehr als 70 Plaketten versehen worden, in die die Namen der jeweiligen Könige eingraviert sind.

„Die Kette hat einen sehr hohen ideellen Wert. In den vergangenen Jahren ist sie allerdings durch zahlreiche öffentliche Auftritte der Könige und durch das regelmäßige Polieren stark beansprucht worden“, sagte Präsident Cremerius. Die Ösen hätten bereits mehrfach repariert werden müssen. Da die Original-Kette geschont werden soll und weil die zwischenzeitlich angeschaffte Ausgehkette für den König nicht mehr repräsentativ genug ist, haben sich die Schützen dazu entschieden, ein neues Königssilber anzuschaffen – eine Kette, die sich auch für den Dauereinsatz eignet.

Oberst Joachim Schwedhelm und Präsident Dr. Peter Cemerius präsentieren die alte und die neue Kette des BSV gemeinsam mit König Dominik I. Wegener, der das neue Königssilber schon einmal probe trägt.

Oberst Joachim Schwedhelm und Präsident Dr. Peter Cemerius präsentieren die alte und die neue Kette des BSV gemeinsam mit König Dominik I. Wegener, der das neue Königssilber schon einmal probe trägt.

„Die alte Kette soll künftig nur noch am Tag des Vogelschusses sowie beim Schützenfest getragen werden“, sagte der Präsident. Nach Auskunft des BSV-Sprechers Peter Eysen soll die alte Kette das Jahr über als Ausstellungsstück im Schützenzimmer des Schlosses zu bewundern sein. Die neue Repräsentationskette soll dieses Jahr bei der Krönung des jetzt ermittelten Kronprinzenpaares zum Einsatz kommen. Möglich gemacht hatte die Neuanschaffung der Zug „Gesellschaft Lebensfreude“, der 1920 gegründet wurde und damit genauso alt ist wie die originale Kette. Die Mitglieder hatten großzügig gespendet und dem Kettenbeauftragten Peter Reibel damit „grünes Licht“ gegeben.

Vor der Präsentation der neuen Kette ehrte Peter Cremerius das amtierende Königspaar Dominik und Susanne Wegener (Jägerzug „Waldeslust“) für ihren bereits erbrachten Einsatz in diesem Jahr. Später wurden noch insgesamt 19 Jubilare von Oberst Joachim Schwedhelm für ihre langjährige Mitgliedschaft im BSV ausgezeichnet, sieben Schützen für 25 Jahre, weitere sieben für 40 Jahre, drei für 50 und Gerd Peters (Jägerzug „Erftjonge“) sowie Anton „Toni“ Grippekoven (Jägerzug „Sankt Sebastian“) für 60 Jahre Mitgliedschaft. Darüber hinaus feiern „Die Walzenbrüder“ ihr 65-, der Grenadierzug „Erftgrafen“ sein 80- und der Jägerzug „Sängerkreis“ sein 95-jähriges Bestehen.

Nach dem Ende des offiziellen Teils klang der Abend mit musikalischer Begleitung und gemeinsamem Verfolgen des EM-Viertelfinals über eine Großleinwand aus. Eine gelungene Einstimmung auf den bevorstehenden „Endspurt“ bis zum Schützenfest Anfang September.

Fotos: J. Wosnitza · Mit Material von ngz-online.de